Stark im Norden!
11. September 2010SPH Schleswig-Holstein in AktionParteiTerminePresseDownloadServiceKontakt
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Regierungsprogramm der SPD Schleswig-Holstein für die Jahre 2000 bis 2005 (Kurzfassung)

Volle Kraft für unser Land.
Wir bauen Brücken in das 21. Jahrhundert.

Regierungsprogramm der SPD Schleswig-Holstein für die Jahre 2000 bis 2005
Kurzfassung

Schleswig-Holstein erfolgreich modernisiert.

Unter Verantwortung sozialdemokratisch geführter Regierungen ist Schleswig-Holstein auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gut vorbereitet worden. Die SPD hat das Land in den Jahren ihrer Regierungsverantwortung modernisiert und erneuert. Schleswig-Holstein hat

  • Erfolge bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze zu verzeichnen,
  • eine Spitzenposition bei den Ausbildungsplätzen für die Jugend,
  • einen Spitzenplatz bei den Bildungsinvestitionen und erfolgreich den Weg zum Technologie- und Dienstleistungsstandort beschritten.

Nie zuvor in der Geschichte unseres Landes wurde in Kindergärten und Wohnungsbau, Hochschulen und Umweltschutz so viel investiert wie in den letzten zwölf Jahren. Das sind Investitionen für unsere Zukunft.

Nie zuvor hatten Bürgerinnen und Bürger so viele Rechte, in Staat und Politik mitzubestimmen. Das ist sozialdemokratische Politik: mit den Menschen und für die Menschen, die hier leben. DIE JAHRHUNDERTAUFGABEN ANPACKEN.

Wir stellen uns den Jahrhundertaufgaben:

  • Arbeit schaffen,
  • in die Zukunft unserer Kinder investieren,
  • Gerechtigkeit in Staat und Gesellschaft bewahren und
  • Umwelt und Lebensqualität sichern.
Bei Ministerpräsidentin Heide Simonis ist Schleswig-Holsteins Zukunft in guten Händen.

Wir wollen

  • ein Land mit einer starken Wirtschaft und sicheren Arbeitsplätzen,
  • ein Land, das mit Spitzentechnologien und Spitzenqualität auf den Zukunftsmärkten erfolgreich ist,
  • ein Land, das Weltoffenheit verbindet mit seinen Traditionen und der Liebe zur Heimat,
  • ein Land, in dem die Familien mit Kindern gut aufgehoben sind und in dem die Gleichberechtigung von Mann und Frau Wirklichkeit ist,
  • ein Land, das seine Bürgerinnen und Bürger sicher schützt vor Kriminalität und Gewalt,
  • ein Land mit einer freien und aktiven Bürgergesellschaft, in der soziale Sicherheit und Gerechtigkeit herrschen,
  • ein Land, das seiner Jugend Zukunft bietet und den Älteren Selbstbestimmung sichert.

In den nächsten Jahren werden Investitionen von rund 1,5 Milliarden Mark im Rahmen des "Zukunftsprogramms Schleswig-Holstein" getätigt. Mit diesem Kraftakt stellen wir die Weichen für die Zukunft unseres Landes im 21. Jahrhundert. VOLLE KRAFT FÜR UNSER LAND.

Wir werden in den nächsten Jahren unsere ganze Kraft darauf verwenden,

  • der Wirtschaft des Landes noch mehr Schubkraft zu geben, um neue Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen,
  • den Aufschwung der neuen Technologien im Land zu verstärken,
  • unsere Schulen und Universitäten weiter zu modernisieren,
  • soziale Gerechtigkeit und innere Sicherheit zu gewährleisten sowie
  • Natur und Umwelt in Schleswig-Holstein nachhaltig zu schützen.
Wir bauen Brücken in das 21. Jahrhundert. Neue Arbeitsplätze für Schleswig-Holstein.

Von 1988 bis 1999 ist die Zahl der Beschäftigten in Schleswig-Holstein um 60000 gestiegen. Schleswig-Holstein hat heute die niedrigste Arbeitslosenquote in Norddeutschland. Das Land hat in den 90er Jahren einen beispiellosen Strukturwandel gemeistert.

  • In rund 2000 Software-Unternehmen arbeiten heute mehr als 7000 Menschen in modernen und hoch qualifizierten Berufen.
  • In der Umweltwirtschaft bieten 1000 Firmen 32000 Arbeitsplätze mit Zukunft. Auch auf dem Weg in die Dienstleistungsgesellschaft ist Schleswig-Holstein weit fortgeschritten.
  • Fast drei Viertel der Wirtschaftsleistung werden bereits im Dienstleistungssektor erzielt.
NEUE ARBEITSPLÄTZE DURCH DIENSTLEISTUNGEN.

Neue Dienstleistungen spielen eine zentrale Rolle bei der Überwindung der Arbeitslosigkeit. Das Spektrum reicht von der Datenverarbeitung über das Handwerk bis zu Hilfen im Haushalt und im sozialen Bereich.

Wir wollen, dass sich Schleswig-Holstein als Serviceland profiliert und der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft in möglichst viele Arbeitsplätze umgemünzt wird. Wir fördern flexible Arbeitszeiten und neue Arbeitsformen wie die Telearbeit. Dies erleichtert es, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. So verbessern sich auch die beruflichen Perspektiven junger Frauen. NEUE ARBEITSPLÄTZE DURCH INNOVATIONEN UND NEUE TECHNOLOGIEN.

Innovation ist die Erfolgsformel für Arbeit und Wohlstand. Informationstechnik, Medizintechnik, Software, Umwelt- und Energietechnik, maritime Technik und die Biotechnologie haben sich in den 90er Jahren zu starken Wachstumsfeldern in Schleswig-Holstein entwickelt.

Unser Ziel ist, die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen weiter zu verbessern, damit neue Arbeitsplätze entstehen.

  • In Schleswig-Holstein ist ein hervorragendes Gründerklima entstanden. Mit der Förderung von Wagniskapital und Patenschaften wollen wir gezielt bei der Neugründung von Unternehmen helfen.
  • Wir werden für freie Fahrt auf der Datenautobahn sorgen. Der Zugang zum Internet muss im Rahmen der Ausbildung kostenfrei sein.
  • Wir werden bis zum Jahre 2001 alle Schulen in Schleswig-Holstein ans Netz bringen.
  • Wir werden einen Multimedia-Campus schaffen, eine Hochschule neuen Typs, die Führungskräfte für die Informationsgesellschaft heranbildet.
  • Frauen wollen wir ermutigen und unterstützen, wenn sie den Sprung in die Selbstständigkeit wagen oder Führungspositionen im Management anstreben.

Die Chancen der ländlichen Räume als Wohn- und Wirtschaftsstandorte sind durch die Entwicklung der modernen Kommunikationstechnologien besser als je zuvor. Dabei gilt: Heimat und Kulturlandschaft bewahren, Strukturwandel und Innovation fördern.

Wir bauen Brücken in die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts. Eine starke Wirtschaft für sichere Arbeitsplätze.

Schleswig-Holstein geht als ein dynamischer Wirtschaftsstandort in das 21. Jahrhundert. Gravierende Rückstände zu anderen Bundesländern wurden seit 1988 in sozialdemokratischer Regierungsverantwortung aufgeholt.

  • In den 90er Jahren lag das Wirtschaftswachstum in Schleswig-Holstein über dem Bundesdurchschnitt.
  • Die Ansiedlung neuer Unternehmen bewegt sich auf Rekordniveau: 1000 Unternehmen mit 20000 Arbeitsplätzen in den letzten zehn Jahren.
  • Bei den Unternehmensneugründungen liegt Schleswig-Holstein bundesweit im Spitzenfeld.
  • Wirtschaft, Gewerkschaften, Verwaltung und Politik arbeiten in der "Kieler Runde" und im "Bündnis für Ausbildung" erfolgreich zusammen. Das Wirtschaftsklima ist gut.
  • Der Anteil der in Schleswig-Holstein hergestellten Hightechprodukte liegt mit über 20 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt.
NEUE TECHNOLOGIEN UND NEUE UNTERNEHMEN.

Wir setzen uns das Ziel, unser Land zu einer innovativen Spitzenregion im Norden Europas zu machen.

  • Die Erfolge bei der Verkürzung von Genehmigungsverfahren wollen wir durch die Vereinfachung von Verwaltungsabläufen fortsetzen.
  • Die SPD-geführte Landesregierung wird weiterhin die Rahmenbedingungen für Mittelstand und Handwerk verbessern.
  • Wir wollen die verantwortbaren Innovationspotenziale der Bio- und Gentechnologie weiterentwickeln.
BESCHÄFTIGUNG IN DER LAND- UND ERNÄHRUNGSWIRTSCHAFT SICHERN.

Die Landwirtschaft ist zusammen mit der Ernährungswirtschaft ein wichtiges Element der Wirtschaftskraft unseres Landes. Umweltgerechtes Wirtschaften, wirksamer Tierschutz und hohe Qualität der Lebensmittel sind Ziele für den konventionellen wie ökologischen Landbau. Die Direktvermarktung sowie neue Erwerbschancen im Naturschutz, bei der Landschaftspflege und bei der Erzeugung regenerativer Energien unterstützen wir. MOBILITÄT ERHALTEN - ATTRAKTIVITÄT DES STANDORTS FÖRDERN.

Für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft braucht Schleswig-Holstein ein Verkehrssystem, das effektive und umweltverträgliche Mobilität sichert. Unsere Prioritäten sind

  • die Fertigstellung der A 20 und die Elbquerung westlich von Hamburg bei Glückstadt,
  • schnell die notwendigen Voraussetzungen für die Realisierung der festen Fehmarnbelt-Querung zu schaffen,
  • die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Hamburg-Lübeck-Travemünde,
  • die schnelle Beseitigung des Schienenengpasses Elmshorn-Pinneberg-Hamburg-Eidelstedt sowie
  • die Schienenanbindung für den Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel.

Schleswig-Holstein hat sich unter Führung von Björn Engholm und Heide Simonis als Motor einer engen Zusammenarbeit der Länder rund um die Ostsee profiliert. Heute boomt die Region. Unser Ziel ist es, mit unseren Partnern in der Ostseeregion eine Wachstumsregion Schleswig-Holstein-Hamburg-Kopenhagen-Südschweden zu bilden.

Wir bauen Brücken für das 21. Jahrhundert. Neue Chancen am Arbeitsmarkt.

Die Landesregierung von Ministerpräsidentin Heide Simonis steht für eine engagierte und erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik.

  • Mit "Arbeit für Schleswig-Holstein" gibt es seit 1988 das größte Beschäftigungsprogramm in der Geschichte des Landes.
  • 100000 Menschen haben über unsere aktive Arbeitsmarktpolitik für sich eine neue berufliche Perspektive und für ihre Familien eine bessere Zukunft erhalten.
  • Das "Bündnis für Ausbildung" aus Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Landesarbeitsamt ist ein voller Erfolg. Inzwischen gibt es bei uns mehr angebotene Ausbildungsplätze als Bewerber.
  • Schleswig-Holstein hat heute die niedrigste Arbeitslosenquote in Norddeutschland.
UNSER ZIEL IST UND BLEIBT: ARBEIT FÜR ALLE.

Wir dürfen nicht nachlassen. Das 21. Jahrhundert erfordert von Politik und Wirtschaft die Bereitschaft zu neuem Denken und den Mut, ehrgeizige Ziele anzupacken. Wir sind bereit, neue Wege zu gehen.

Wir wollen mit allen Akteuren im Wirtschaftsleben für überschaubare Zeiträume feste Zielgrößen zum Abbau der Arbeitslosigkeit vereinbaren. Auf diese Ziele sollen sich dann die einzelnen und gemeinsamen Aktivitäten im "Bündnis Arbeit für Schleswig-Holstein" konzentrieren. QUALIFIZIERUNG SCHAFFT NEUE ARBEIT.

Den "Beruf fürs Leben" gibt es nicht mehr. Einmal erlerntes Wissen wird in immer kürzeren Abständen durch neue Erkenntnisse und Technologien überholt. Ausbildung und lebensbegleitendes Lernen sind im 21. Jahrhundert die wichtigsten Schlüssel zu Arbeit und Wohlstand. Darauf sind wir in Schleswig-Holstein durch unsere aktive Arbeitsmarktpolitik, die Beschäftigung und Qualifizierung erfolgreich verbindet, gut vorbereitet.

  • In Schleswig-Holstein soll kein Arbeitswilliger länger als sechs Monate arbeitslos sein.
  • Das mit 500 Millionen Mark ausgestattete Programm "Arbeit für Schleswig-Holstein 2000" wird in den nächsten Jahren erneut einer Vielzahl von Arbeitslosen Angebote zur Beschäftigung und Qualifizierung unterbreiten.
  • Phasen der herkömmlichen Arbeitslosigkeit wollen wir sinnvoll mit Weiterbildung, Jobrotation oder befristeter Beschäftigung in der Wirtschaft sowie in Vereinen und Verbänden verknüpfen.
  • Neue Arbeitsplätze mit niedrigen Stundenlöhnen werden wir bei den Sozialversicherungsbeiträgen entlasten.
ARBEITSMARKTPOLITIK UND SOZIALHILFE MIT RECHTEN UND PFLICHTEN.

Eine moderne, soziale Gesellschaft muss Menschen ohne Arbeit Hilfe anbieten. Darauf haben die Betroffenen ein Recht. Aber: Rechte und Pflichten bedingen sich gegenseitig. Wer die zumutbare Arbeit oder Qualifizierung ablehnt, muss mit der Kürzung von Sozialleistungen rechnen.

Jugendliche ohne Beschäftigung wollen wir nachhaltig zur Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit motivieren und aktivieren und ihnen hier rauf einen Rechtsanspruch geben. Diesem Recht muss allerdings dann auch die Pflicht zur Annahme eines entsprechenden zumutbaren Angebotes gegenüberstehen. Deshalb wollen wir auch das Prinzip von Rechten und Pflichten im Bundessozialhilfegesetz stärken.

Wir bauen Brücken aus der Arbeitslosigkeit in die Beschäftigung. In die Zukunft der Kinder investieren.

Die Schulen in Schleswig-Holstein gehen gut gerüstet in das neue Jahrhundert.

  • Unser Land zählt zur Spitzengruppe der Bundesländer mit den höchsten Bildungsausgaben je Schüler.
  • Wir haben die Unterrichtsversorgung auf hohem Niveau gesichert. Die Klassenstärken in Schleswig-Holstein sind deutlich kleiner als in den meisten anderen Bundesländern.
  • 18 neue Gesamtschulen und drei neue Gymnasien erweitern das ortsnahe Schulangebot.
  • Mit der finanziellen Förderung von Betreuungsangeboten erhalten Kinder und Eltern verlässliche Schulöffnungszeiten.

Die Informations- und Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts stellt uns vor neue Herausforderungen. Immer mehr Menschen werden sich in ihrem Berufsleben auf wechselnde, neue Anforderungen einstellen müssen. Unser Bildungswesen muss unsere Kinder auf die Welt von morgen vorbereiten.

Vorbereitung auf lebensbegleitendes Lernen, Mut machen zur persönlichen Entwicklung sowie zur beruflichen Eigenverantwortung und Selbstständigkeit, das sind Ziele einer zukunftsorientierten Bildungspolitik. Bildung muss Orientierung an freiheitlichen und sozialen Grundwerten vermitteln. Werteerziehung ist heute wichtiger denn je. Im 21. Jahrhundert müssen Menschen sich in den Informations- und Kommunikationstechniken auskennen und im Alltag damit umgehen können.

Unsere Bildungspolitik hat zum Ziel, allen Menschen gleiche Bildungschancen zu bieten. LEISTUNG UND QUALITÄT.

Leistung und Qualität der Schulen zu stärken, ist die Aufgabe der Zukunft.

  • Die Schulen erhalten mehr Eigenverantwortung: bis zum Budget für Sach- und Personalmittel, über dessen Verwendung sie selbst entscheiden.
  • Kinder werden bereits in der Grundschule eine Fremdsprache kennen lernen - damit sie sich später besser in der Welt zurechtfinden.
  • Wir werden die betreute Grundschule und die verlässliche Halbtagsschule fördern.
  • Bis 2001 werden alle Schulen einen Internetanschluss haben. Die Lehrkräfte werden wir umfassend für den Unterricht mit dem Computer schulen.
  • Wir setzen uns für mehr Berufspraktika an unseren Schulen ein, um den Jugendlichen die berufliche Orientierung zu erleichtern.
  • Als Einstieg in ein neues Schulzeitmodell wollen wir im Rahmen von Schulversuchen das Abitur nach zwölf Jahren anbieten.
  • Reformierte Lehrpläne bereiten die Jugend auf das Leben im 21. Jahrhundert vor. Die Schule vermittelt breites Fachwissen sowie soziale und kommunikative Schlüsselqualifikationen.
ÜBER 5000 JUNGE LEHRKRÄFTE - 1000 NEUE STELLEN.

Für die Zukunft des Landes sind leistungsfähige und angemessen ausgestattete Schulen eine der wichtigsten Investitionen. Deshalb werden wir nicht nur jede frei werdende Stelle wieder besetzen (etwa 4200), sondern bis zum Jahr 2004 insgesamt 1000 neue Lehrerstellen schaffen. Durch die neuen Stellen und die konsequente Wiederbesetzung von Stellen werden bis zum Jahr 2005 mehr als ein Viertel aller Lehrkräfte unter 35 Jahre sein.

Wir bauen Brücken in die Informations- und Wissensgesellschaft. Erfolgreich von der Schule ins Erwerbsleben.

Das Kapital in den Köpfen wird in Ausbildungsbetrieben und Hochschulen gebildet. Es ist die Grundlage für den Wohlstand der Zukunft. Schleswig-Holstein hat eine gute Ausgangsposition.

  • Das "Bündnis für Ausbildung" aus Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Landesarbeitsamt ist ein voller Erfolg. Inzwischen gibt es bei uns mehr angebotene Ausbildungsplätze als Bewerber.
  • Die Zahl der Studienplätze ist seit 1988 um fast 7000 auf 36000 gestiegen.
AUSBILDUNG FÜR ALLE JUGENDLICHEN.

Die Ausbildung junger Menschen ist die wichtigste Investition für die Zukunft unseres Landes. So sichern wir unsere Demokratie und den sozialen Rechtsstaat für die nächste Generation. Deshalb sind dies unsere Ziele.

  • Kein Jugendlicher darf nach der Schule ohne berufliche Perspektive auf der Straße stehen.
  • Jedem Jugendlichen in Schleswig-Holstein wird ein Ausbildungs- oder Qualifizierungsangebot gemacht.
  • Der kompetente Umgang mit neuen Technologien wird stärker gefördert.
  • Neue Berufsbilder sind zu entwickeln und die Ausbildungsgänge sind zu modernisieren.
  • Leistungsschwächere Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Berufsausbildung zunächst mit einer anerkannten Teilqualifikation erfolgreich zu beenden.
  • Eines der wichtigsten künftigen Bildungsprojekte in Schleswig-Holstein ist die bundesweit erste "Virtuelle Fachhochschule" in Lübeck.
HOCHSCHULEN GEBEN IMPULSE.

Starke Hochschulen mit leistungsfähiger und qualifizierter Forschung und Lehre bilden das Fundament für die technologische Entwicklung und das geistige Klima eines Landes.

  • Nie wurde in die Hochschulen Schleswig-Holsteins so viel investiert wie seit 1988.
  • Bei den Hochschulausgaben pro Studierenden liegen wir heute an der Spitze der westdeutschen Bundesländer.

Durch neue Standorte, insbesondere für technische Studiengänge an den Universitäten und Fachhochschulen, die Gründung einer neuen Fachhochschule in Heide an der Westküste und den Ausbau der Bildungswissenschaftlichen Universität Flensburg haben wir Ungleichgewichte in der fachlichen und regionalen Hochschulstruktur des Landes beseitigt.

  • Wir wollen offensive Strategien eines wirksamen Wissens- und Technologietransfers entwickeln. Die Forschungsergebnisse müssen schneller und direkter in neue Produkte, Techniken und Verfahren umgesetzt werden.
  • Existenzgründungen aus den Hochschulen heraus wollen wir verstärkt unterstützen.
  • Die bundesweit erste "Virtuelle Fachhochschule" in Lübeck werden wir weiter fördern.
  • Wir werden einen Multimedia-Campus schaffen, eine Hochschule neuen Typs, in der Führungskräfte für die Informationsgesellschaft herangebildet werden.
  • Wir wollen internationale Studiengänge und gemeinsame Abschlüsse mit Hochschulen im Ausland, insbesondere in der Ostseeregion.
  • Wir streben eine grundlegende Reform und Verbesserung der Ausbildungsförderung (BAföG) an.

Wir bauen Brücken von der Schule ins Arbeitsleben. Gerechtigkeit schaffen.

Die Welt des 21. Jahrhunderts wird eine Welt des schnellen sozialen Wandels sein. Den Risiken, dabei nicht mithalten zu können, muss entgegengewirkt werden. Gerechtigkeit zu schaffen und die Gesellschaft zusammenzuhalten, das bleiben auch zukünftig zentrale Herausforderungen.

Faire Verteilung ist die eine Aufgabe der Sozialpolitik. Ebenso hat sie Lebensrisiken abzusichern: bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Wohnungsnot. Unser Leitbild ist die "aktivierende Sozialpolitik". ERFOLGREICH MIT SOZIALEM PROFIL.

Schleswig-Holstein ist auf die neuen sozialen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gut vorbereitet.

  • Mit "Arbeit für Schleswig-Holstein" gibt es seit 1988 das größte Beschäftigungsprogramm in der Geschichte des Landes. Fast 100000 Menschen wurde geholfen, sich eine neue berufliche Perspektive aufzubauen.
  • Mit großem finanziellen Engagement haben Land und Kommunen seit 1988 die Zahl der Kindergartenplätze um über 50 Prozent gesteigert.
  • In den 90er Jahren wurden in Schleswig-Holstein mehr als 30000 neue Wohnungen im sozialen Wohnungsbau gefördert. So wurde die Wohnungsnot erfolgreich bekämpft.
FAMILIEN UND ALLEINERZIEHENDE STÄRKEN.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine Schlüsselfrage für alle Familien und Alleinerziehenden. Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche vom Kindergarten über die betreute Grundschule bis zur Jugendarbeit bleiben zentrale Aufgaben der Familienpolitik.

Wir wollen auch künftig bezahlbaren Wohnraum, vor allem für kinderreiche Familien, Alleinerziehende, alte Menschen und Schwerbehinderte, sichern. Wir werden junge Familien unterstützen, die sich Wohneigentum schaffen wollen. GESUNDHEITSVERSORGUNG: PATIENTEN STEHEN IM MITTELPUNKT.

Gesundheit darf keine Frage des Einkommens sein. Zu ihrer Sicherung brauchen wir eine Gesundheitsreform, bei der die Patienten im Mittelpunkt stehen, die Anbieter effektiv arbeiten und die Beiträge stabil bleiben.

  • Ein Beitrag dazu ist die Stärkung des Hausarztes.
  • Wir wollen die Trennung von stationärer und ambulanter Behandlung überwinden und die Praxisnetze im Land weiter fördern.
  • Schleswig-Holstein ist ein erstklassiger Gesundheitsstandort. Unsere Rehabilitationsangebote müssen nach modernsten medizinischen Grundsätzen weiterentwickelt werden. Das sichert Arbeit in den Kurorten.
IM ALTER: SICHER UND SELBSTBESTIMMT.

Die Zahl der älteren Menschen in unserer Gesellschaft wird weiter wachsen. Ziel unserer Politik für ältere Menschen ist es, ihre Aktivität und Mobilität zu unterstützen. Ältere Bürgerinnen und Bürger wollen und sollen in der Mitte der Gesellschaft leben. Sie sollen über ihr Leben selbst bestimmen und am öffentlichen Leben teilnehmen. Ihr Wissen und ihre Erfahrung sind wichtig. Deshalb werden wir Seniorenbeiräte und Seniorenbeauftragte auch in kleinen Gemeinden unterstützen. Das Wohnumfeld von älteren Menschen ist seniorengerecht zu gestalten.

Wir bauen Brücken in die Mitte der Gesellschaft. Natürliche Lebensräume bewahren.

Schleswig-Holstein lebt von und mit der Natur. Gute Luft und gesunde Umwelt sind die Geschäftsgrundlage für Tourismus und Heilbäder, für Landwirtschaft und Fischerei. MEHR SCHUTZ FÜR NORD- UND OSTSEE.

Als Land zwischen den Meeren ist Schleswig-Holstein in besonderer Weise auf den Schutz der Meere angewiesen. Der Erhalt dieser einzigartigen Lebensräume mit ihren vielfältigen Küstenformen ist die Voraussetzung, dass Tourismus und Naherholung Menschen Arbeit und Brot geben.

Der Küstenschutz muss bei uns den langfristig steigenden Meeresspiegel beachten. Neben notwendigen Deicherhöhungen sollen natürliche Überschwemmungsflächen als Puffer für die Fluten wiederhergestellt werden. In jedem Falle hat der Schutz der Menschen, die an der Küste leben, Vorrang. NATIONALPARK WATTENMEER - EIN BESONDERER ANZIEHUNGSPUNKT.

Das schleswig-holsteinische Wattenmeer ist Teil eines in der Welt einzigartigen Ökosystems, das als Naturerbe der Menschheit besonderen Schutz benötigt. Es ist gleichzeitig für Schleswig-Holstein ein besonderer Anziehungspunkt für den sanften Tourismus.

Die SPD setzt sich für eine Weiterentwicklung des Nationalparks ein. Der Schutz des Wattenmeers geschieht im Einklang mit den Bedürfnissen der Menschen an der Westküste. KLIMASCHUTZ - BESONDERS WICHTIG.

Schleswig-Holstein ist als Land zwischen Nord- und Ostsee von Klimaveränderungen und dem befürchteten Anstieg des Meeresspiegels besonders betroffen. Gerade für uns ist deshalb der Schutz des Klimas eine zentrale politische Aufgabe.

  • Klimaschutz heißt Energie sparen. Wir werden das Programm zur Energieeinsparung bei Mietwohnungen fortsetzen. Die Wohnungsbauförderung wird gezielt eingesetzt für die Sanierung von Altbauwohnungen und für neue Niedrigenergiehäuser.
  • Bis zum Jahr 2005 soll in jeder Kommune ein öffentliches Gebäude stehen, das nach den neuesten ökologischen Erkenntnissen saniert oder neu gebaut worden ist.
ENERGIE AUS DER NATUR.

Schleswig-Holstein ist in der nachhaltigen und umweltverträglichen Energiepolitik Vorreiter in Deutschland.

  • Mehr als 1600 Windenergieanlagen erzeugen Strom für etwa 480000 Haushalte. 1500 Arbeitsplätze wurden in Schleswig-Holstein rund um die Windenergie geschaffen. Künftig wird auch der Offshorebereich für weitere Windenergieanlagen genutzt werden. Aber auch die Windenergie wird an Grenzen stoßen: an die Umweltverträglichkeit und die soziale Akzeptanz.
  • Mit einer Solaroffensive werden wir die großen Zukunftschancen dieser Technologie für die Wärme- und Stromgewinnung nutzen.

Wir brauchen einen geregelten Ausstieg aus der Atomenergie. Das älteste Kraftwerk in Brunsbüttel soll zu den ersten gehören, die abgeschaltet werden. In den betroffenen Regionen werden wir für neue, zukunftssichere Arbeitsplätze sorgen.

Wir bauen Brücken in eine gesunde Zukunft. Der Staat als Partner der aktiven Bürgergesellschaft.

Seit 1988 ist unser Land demokratischer geworden. Die Bürgerinnen und Bürger haben heute viel mehr Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte:

  • Bürgerbegehren und Bürgerentscheide,
  • kommunales Wahlrecht für EU-Ausländer und
  • Herabsetzung des kommunalen Wahlalters auf 16 Jahre.

Wir brauchen einen handlungsfähigen Staat, der Demokratie und soziale Gerechtigkeit in Gesellschaft und Wirtschaft verwirklicht. MODERNE VERWALTUNG.

Bei der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung steht das Land Schleswig-Holstein heute bundesweit an der Spitze. Die SPD-geführte Landesregierung hat 1998 den Projektpreis der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer gewonnen.

  • Wir wollen eine leistungsstarke, bürgerfreundliche und kostenbewusste Verwaltung, die für ortsnahe öffentliche Dienstleistungen sorgt.
  • Wir werden den eingeführten "Normen-TÜV" beibehalten, um Gesetze, Verordnungen und Erlasse weiter zu entrümpeln.
  • Auf Bundesebene treten wir dafür ein, dass die Grundlagen des Beamtentums modernisiert werden.
KONSEQUENT GEGEN KRIMINALITÄT.

Zur Freiheit gehört das Recht der Bürgerinnen und Bürger, frei von Angst vor Verbrechen leben zu können. Die schleswig-holsteinische Landespolizei ist in den 90er Jahren umfassend modernisiert worden. Die Landespolizei ist gut gerüstet für die Zukunft.

  • Wir werden weiter in die Modernisierung der Kommunikations-technik der Polizei investieren.
  • Durch verstärkte Streifentätigkeit, insbesondere in den ländlichen Räumen, werden wir die Sicherheit weiter erhöhen.
  • Die Opfer von Kriminalität werden wir besser schützen - besonders Kinder und Jugendliche.

Gegen Gewaltkriminalität und organisiertes Verbrechen werden Polizei und Justiz auch in Zukunft entschlossen vorgehen. Spezielle Ermittlungsgruppen beim Landeskriminalamt werden ausgebaut. Das Sondereinsatzkommando (SEK) ist bereits verstärkt worden.

Wir werden Alltagskriminalität konsequent und schnell bestrafen. Dabei werden wir die Wiedergutmachung für die Opfer in den Vordergrund stellen. Bei jugendlichen Straftätern setzen wir auf prompte Reaktion: die sofortige Entschuldigung und Wiedergutmachung durch den Täter.

Wir wollen einen Rechtsstaat, in dem die Bürgerinnen und Bürger schnell zu ihrem Recht kommen. Dafür werden wir die Justiz modernisieren. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien müssen intensiv genutzt werden. SPORT ALS GESELLSCHAFTLICHE KRAFT.

Sport ist mit Abstand die größte Bürgeraktion. 1998 haben wir die Förderung des Sports als Staatsziel in die Landesverfassung aufgenommen. Damit wurde ausdrücklich anerkannt, dass die Sportvereine sehr wichtige soziale und gesellschaftliche Aufgaben erfüllen.

Die Ausbildung von Übungsleitern soll auch künftig als Bildungsurlaub anerkannt werden. Wir wollen Sport und Tourismus weiter vernetzen, um Angebote für die wachsende Nachfrage nach Erlebnisurlaub zu schaffen. Dies hat positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Wir bauen Brücken in die aktive Bürgergesellschaft.

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