Manfred Opel MdB zur Bundeswehr-Reform

Die CDU-Angstkampagne ist zynisch und unfair

Die CDU-Angstkampagne ist zynisch und unfairManfred Opel (MdB) zur Bundeswehr-Reform
Die CDU-Angstkampagne
ist zynisch und unfair

„Ich werde mich nicht auf das Schmuddel-Niveau der CDU begeben“ ist der einzige Kommentar, den sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Manfred Opel zu den jüngsten Äußerungen seines Kollegen Carstensen entlocken ließ.
Auch Äußerungen seines Flensburger Kollegen Börnsen, er betreibe die Verlegung von Einheiten von Schleswig nach Husum, nannte er eine bewusst falsche und unwahre Behauptung.
„Wir in Schleswig-Holstein können nur dann das Optimum für unser Land erreichen, wenn alle politisch Verantwortlichen an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen“, betonte Manfred Opel. Die Ministerpräsidentin Heide Simonis selbst habe mit diesem Ziel mit allen Landesgruppen-Sprechern in Berlin konferiert. Er, Manfred Opel, bedaure sehr, wenn jetzt einige CDU-Kollegen offenbar diesen Konsens aufzukündigen beabsichtigen.
In Wahrheit ginge es eben nicht um einen Truppenabbau, sondern um eine zukunftssichere Struktur der Bundeswehr. Das zu leugnen sei bewusste Irreführung, bekräftigt Manfred Opel. Lediglich die Zahl der Wehrpflichtigen werde abgesenkt. Das ist genau das, was die Bevölkerung wolle. Zugleich würden über 12.000 Zeit- und Berufssoldaten zusätzlich eingestellt. Die Einsatz-Verbände würden sogar in jeder Hinsicht verbessert.
„Jede Äußerung zu Standorten ist derzeit reine Spekulation“, bekräftigt Manfred Opel. Die Truppe wisse sehr genau, dass sie mit Rudolf Scharping einen sehr fürsorglichen Minister habe.
Genau jene, die einen solchen staatlichen Schuldenberg angehäuft hätten, dass dessen Zinsen jährlich fast das Doppelte des Verteidigungshaushalts ausmachen, hätten allen Anlass, jetzt nicht falsch Zeugnis abzulegen.
Manfred Opel will weiterhin in vertraulichen Gesprächen mit Betroffenen, Bürgermeistern und Amtsvorstehern das Beste für die Westküste herausholen. „Damit fahre ich nach Berlin“, betonte er. „Das nichtsnutzige öffentliche Geschrei überlasse ich anderen“.
In diesem Zusammenhang begrüßte Manfred Opel ausdrücklich die vorsorglichen Aktivitäten des Kreistages Nordfriesland. Allerdings bedauerte er sehr, dass die Anhörungstermine des Kreises auf den allseits bekannten Sitzungskalender des Deutschen Bundestages keine Rücksicht nehmen: „Ich will nicht hoffen, dass der Kreis Nordfriesland auf diese Weise die Teilnahme von Bundestagsabgeordneten unmöglich machen will“.