Notschlepp-Kapazität

Manfred Opel MdB Keine Verschlechterung bei Notschlepp-Kapazität

Manfred Opel MdB Keine Verschlechterung bei Notschlepp-KapazitätSPD-Landesverband Schleswig-Holstein
Manfred Opel MdB

24.1.2001

Medieninformation

Der zuständige Bundes-Verkehrsminister wird im Frühjahr 2001 seine neue Notschlepper-Konzeption vorstellen. Das erfuhr der SPD-Bundestagsabgeordnete Manfred Opel in Berlin.
Ein Gutachten rechnet im Durchschnitt in der Nordsee mit sechs Seenot-Fällen mit Schlepperbedarf im Jahr; in der Ostsee sogar mit sieben Vorfällen. Welche Schlepperkapazität dafür vorgehalten werden muss, ist noch offen.
Da der Charter-Vertrag mit der OCEANIC demnächst ausläuft, hat der Verkehrsminister Manfred Opel zugesichert, dass ab Mitte April 2001 eine gleichwertige Nachfolge unter Vertrag genommen wird. Da diese neue Ausschreibung den gleichen Kriterien folgt wie bisher, geht Manfred Opel davon aus, dass der Vertrag mit der OCEANIC um ein Jahr verlängert werden kann.

Gerade mit Blick auf das Wattenmeer weist Manfred Opel darauf hin, dass Schlepper mit großem Pfahlzug, wie die OCEANIC, größeren Tiefgang haben und deshalb nur bedingt nahe der Küste eingesetzt werden können. Deshalb hätte die Grobecker-Kommission etwas kleinere, aber mehr Schlepper empfohlen. Die Notschlepper- Konzeption wird darauf eine Antwort geben.

Insgesamt geht Manfred Opel davon aus, dass eine zentrale Einsatzleitung (Haverie-Kommando) eingerichtet wird. Weiter besteht nach seinem Eindruck die Tendenz, für Nord- und Ostsee eine größere Anzahl leistungsfähiger Mehr-Zweckschiffe mittlerer Größe anzuschaffen oder zu chartern. Wesentlich sei nicht nur die Schlepp-Qualität, sondern auch die Fähigkeit, eine große Zahl von Menschenleben zu retten, Feuer zu bekämpfen sowie

sonstige Schadensfolgen zu begrenzen oder zu verhindern. Entscheidend ist, dass der Pfahlzug auch ausreicht, um beispielsweise große Containerschiffe bei schwerem Wetter sicher halten zu können.