Franz Thönnes auf dem Arbeitnehmerforum in Uetersen

Neue Gesetze zur Förderung von Frauen nutzen

Neue Gesetze zur Förderung von Frauen nutzenFür eine offensive Nutzung des neuen Teilzeitgesetzes zur Schaffung von mehr Arbeitsplätzen für Frauen hat sich der schleswig-holsteinische SPD-Landesvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Franz Thönnes auf dem Arbeitnehmerforum seiner Partei am Montag in Uetersen ausgesprochen.
Mit den ab 1.1.2001 geltenden neuen Regelungen haben alle Arbeitnehmer die Chance, die Zeitkontingente für Beruf, Familie und Freizeit besser miteinander in Einklang zu bringen. Das neue Gesetz sieht einen Anspruch der Arbeitnehmer auf Teilzeit vor, der nach Möglichkeit im Konsens mit dem Arbeitgeber in die Praxis umgesetzt werden sollte. Obwohl auch gerade für Frauen weitere Vollzeitarbeits-plätze geschaffen werden müßten, ermöglichen Teilzeitregelungen vielfach eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder den Wiedereinstieg in das Arbeitsle-ben. Dies gelte für Männer wie Frauen gleichsam, so Thönnes.
Schließlich könnten durch das jetzige Gesetz auch neue Beschäftigungpotenziale erschlossen und die hohe Zahl von bundesweit 1,9 Mrd. Überstunden reduziert werden.
Weitere Verbesserungen für Frauen in der Arbeitswelt sind im neuen Betriebsver-fassungsgesetz vorgesehen, dessen Entwurf jetzt vorliegt. So sollen Frauen künftig entsprechend ihrem Anteil in der Belegschaft auch im Betriebsrat vertreten sein. Ausdrücklich aufgenommen wird im Aufgabenkatalog der betrieblichen Interes-sensvertretung die Förderung von Frauen im Unternehmen. Über Frauenförderpläne sollten die Betriebsparteien verhandeln.
Thönnes Mit diesen neuen Regelungen sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die flexibel und passgenau in den Unternehmen umgesetzt werden können und damit den Frauen auch in der Arbeitswelt mehr Gleichberechtigung und Chancengerechtigkeit geben.