Alter und Gesellschaft

Der Landesvorstand der SPD-AG 60plus zur Lage der älteren Generation

Der Landesvorstand der SPD-AG 60plus zur Lage der älteren GenerationDer Landesvorstand der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus in Schleswig-Holstein hat sich auf seiner Sitzung am Montag, 12. Februar 2001, in Neumünster umfassend mit dem jetzt vorgelegten dritten Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik gefasst. Dieser beschreibt die Lebenssituation der älteren Menschen und entwickelt Zukunftsperspektiven für die Seniorenpolitik des 21. Jahrhunderts.

Die Mitglieder des SPD-Landesvorstandes SH begrüßen den differenzierten Bericht. Denn die zentrale Bedeutung für die Qualität des Lebens im Alter und die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben verlangt auch eine Unterstützung für die individuellen und gesellschaftlichen Ressourcen. Der Bericht bestätigt auch, dass sich ältere Menschen vielfältig in ihrem familiären Umfeld, in Kommunen, Vereinen oder in ihrer Nachbarschaft engagieren. „So profitiert die Gesellschaft in hohem Maß von dem Erfahrungswissen älterer Menschen“, stellte Detlef von Schlieben, Landesvorsitzender der SPD-AG 60plus, fest.

Andererseits zeigt der Bericht, dass die Älteren unterschiedliche Formen gesellschaftlicher Unterstützung benötigen. Im hohen Lebensalter steigen die Risiken chronischer körperlicher Erkrankungen, der Mehrfacherkrankungen sowie der Hilfe- und Pflegebedürftigkeit spürbar an.
Deswegen fordert der SPD-Landesvorstand AG 60plus die Bundesregierung auf, sowohl die Rahmenbedingungen für ein aktives Altern mitten in der Gesellschaft zu stärken als auch den Schutz und die Hilfe für diejenigen zu verbessern, die hierauf insbesondere bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit angewiesen sind! Es ist dringend erforderlich – vor allem angesichts der demografischen Altersentwicklung der Bevölkerung in Deutschland – dem Miteinander der Generationen und Geschlechter besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Dazu gehört auch die Verantwortung für das soziale Miteinander in der Ehrenamts- und Freiwilligenarbeit in der Pflege!

Als einen sehr wichtigen Punkt forderte Detlef von Schlieben eine Aufklärungs-kampagne zu Demenzerkrankungen und möglichen Hilfeangeboten mit dem Ziel, die Basiskompetenz einer breiten Bevölkerung im Umgang mit Betroffenen zu stärken. Dazu sollten u. a. Forschungs- und Projektergebnisse gebündelt und allgemein verständlich aufbereitet werden.