Thönnes zur Arbeitsmarktdebatte:

Neue Dynamik auf dem Arbeitsmarkt schaffen

Neue Dynamik auf dem Arbeitsmarkt schaffen„Die Drückeberger sind nicht das zentrale Problem. Viel wichtiger ist es, allen die eine neue Arbeit suchen noch schneller und kompetenter zu helfen und mehr Dynamik in die Vermittlung zu bringen,“ erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Chef der Nord-SPD zur aktuellen Arbeitsmarktdebatte.

Deshalb bereiten die Koalitionsfraktionen jetzt eine Reform des Arbeitsförderungsrechts vor, um die Vermittlung Arbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt zu beschleunigen. Sofort nach Eintritt der Arbeitslosigkeit sollen Eingliederungspläne über Qualifizierungsmaßnahmen, Trainings und Praktika die Chancen für eine baldige Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt verbessern. Immer wichtiger werde die passgenaue Vermittlung. Unterschiede im Qualifikationsangebot und der –nachfrage sollten über eine baldige Wiedereinstellung und die Beschäftigung mit paralleler Weiterbildung ausgeglichen werden. Mehr Flexibilität sei hier auf beiden Seiten gefordert. Die Weiterbildungsträger sollen stärker dafür Sorge zu tragen, dass die arbeitslosen Teilnehmer an ihren Bildungsmaßnahmen in die Wirtschaft vermittelt werden. Für ältere Arbeitnehmer in Klein- und Mittelbetrieben, für Geringsqualifizierte und Beschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung denke man bereits bei bestehender Beschäftigung an präventive Weiterbildungsmaßnahmen um die Gefahr späterer Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Job-Rotation soll als neues Element mit in die Arbeitsförderung aufgenommen werden. Danach soll die befristete Einstellung von arbeitslosen Stellvertretern für Arbeitnehmer, die vorübergehend den Betrieb für Weiterbildungsmaßnahmen verlassen, mit Mitteln der Bundesanstalt für Arbeit gefördert werden.

Thönnes: „ Wir sind auf dem richtigen Weg. Das zeigen der Rückgang der Arbeitslosigkeit um 1 Million und die 500.000 neuen Jobs seit 1998. Jetzt bauen wir neue Brücken von der Arbeitslosigkeit in die Beschäftigung. Zügigere Vermittlung und bessere Hilfs- und Eingliederungsangebote sind die eine Seite der Medaille, die andere sind bei Verweigerung die bereits bestehenden Kürzungsmöglickeiten der Unterstützungsleistungen. Wir fördern und wir fordern. Auf den Gleichklang kommt es an.“