Franz Thönnes: Den Terrorismus unnachgiebig bekämpfen, die Menschen verschiedener Kulturen versöhnen

"Wir wollen die Menschen verschiedener Kulturen und Religionen versöhnen - weltweit und im eigenen Lande, wo Moslems unsere privaten Freunde und Nachbarn sind."

„Wir wollen die Menschen verschiedener Kulturen und Religionen versöhnen – weltweit und im eigenen Lande, wo Moslems unsere privaten Freunde und Nachbarn sind.““Nach den grauenhaften Terroranschlägen vom 11. September geht es jetzt um ein weltweites Bündnis, um den internationalen Terrorismus unnachgiebig, auch mit militärischen Mitteln zu bekämpfen und zugleich Brücken zu bauen zwischen den Menschen verschiedener Kulturen und Weltreligionen. Mit der gleichen Phantasie, Kraft und Logistik die jetzt zur Terrorismus-Bekämpfung aufgebracht werden muss, müssen wir auch Hunger, Unterdrückung und Unterentwicklung in der Welt bekämpfen. Denn hier liegt der Resonanzboden für den Terrorismus. Wir wollen die Menschen verschiedener Kulturen und Religionen versöhnen – weltweit und im eigenen Lande, wo Moslems unsere privaten Freunde und Nachbarn sind.“

Das erklärte SPD-Landesvorsitzende Franz Thönnes im Anschluss an eine Sitzung mit den Kreisvorsitzenden und Kreistagsfraktionsvorsitzenden der SPD in Schleswig-Holstein. Auf dieser Sitzung wurde folgende Erklärung verabschiedet:

Beistand für Amerika – Kampf dem Terrorismus – Hilfe

Die menschenverachtenden Terrorangriffe vom 11. September in New York und Washing-ton waren eine Kriegserklärung an die Werte und die Sicherheit der ganzen demokratischen und zivilisierten Welt. Ihre Folgen können wir noch nicht abschätzen. Aber wir unterstüt-zen die Bereitschaft der Bundesregierung, den Bekundungen der uneingeschränkten Solida-rität mit den Vereinigten Staaten konkrete Maßnahmen des Beistands folgen zu lassen. Dazu zählen politische und wirtschaftliche Unterstützung und auch die Bereitstellung ge-eigneter militärischer Mittel zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus im Rahmen der verfassungsrechtlichen Vorgaben. Wir begrüßen die heutige Erklärung des Deutschen Bundestages, in der jeder kulturellen und religiösen Pauschalverurteilung entschieden entge-gengetreten wird. Auch wir werden im Rahmen unserer politischen Verantwortung im Land und in den Kreisen dafür eintreten, dass unsere muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger gegen Anfeindungen und Übergriffe geschützt werden. Es geht um die weltweite Bekämpfung terroristischer Organisationen und Individuen, nicht um eine Bekämpfung des Islam. Denn keine Religion rechtfertigt Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstöße gegen die Menschenrechte. Wir begrüßen die Bereitschaft der Bundesregierung, über die aktive Solidarität und Unterstützung der amerikanischen Regierung hinaus zusammen mit anderen Nationen und internationalen Institutionen humanitäre Hilfe zu leisten sowie politische und ökonomische Konzepte zu erarbeiten, die geeignet sind, die Ursachen des Terrorismus zu bekämpfen und ihm seinen Nährboden in den ökonomisch unterentwickelten Regionen der Welt zu entziehen.