Franz Thönnes: Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern

Der SPD-Landesvorsitzende Franz Thönnes (MdB) hat sich heute (1. Oktober) dafür ausgesprochen, dem bislang erfolgreichen Reformkurs zur Familienpolitik in der nächsten Legislaturperiode ab 2002 „deutlich mehr Fahrt zu geben und hier einen klaren Schwerpun

Der SPD-Landesvorsitzende Franz Thönnes (MdB) hat sich heute (1. Oktober) dafür ausgesprochen, dem bislang erfolgreichen Reformkurs zur Familienpolitik in der nächsten Legislaturperiode ab 2002 „deutlich mehr Fahrt zu geben und hier einen klaren SchwerpunDer SPD-Landesvorsitzende Franz Thönnes (MdB) hat sich heute (1. Oktober) dafür ausgesprochen, dem bislang erfolgreichen Reformkurs zur Familienpolitik in der nächsten Legislaturperiode ab 2002 „deutlich mehr Fahrt zu geben und hier einen klaren Schwerpunkt der Politik der Bundesregierung zu setzen“. Seit 1998 habe die Bundesregierung mit der dreimaligen Erhöhung des Kindergeldes, der Einführung von Betreuungs- und Erziehungsfreibeträgen, dem Rechtsanspruch auf Teilzeitbeschäftigung sowie der Umwandlung des Erziehungsurlaubs in eine Elternzeit den Reformstau aufgelöst und einen Politikwechsel in der Familienpolitik vollzogen. Jetzt gehe es darum, gezielt Fortschritte bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu organisieren. Thönnes: „Dabei unterstütze ich den Vorschlag von Ministerpräsidentin Heide Simonis, nach der dritten Kindergelderhöhung in dieser Legislaturperiode am 1. Januar 2002 ein Moratorium beim Kindergeld zu machen und sich auf Investitionen in Ganztagsangebote an Schulen zu konzentrieren“. Die Schwierigkeiten in Deutschland, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, führten dazu, dass Familien gegenüber Kinderlosen materiell benachteiligt sind, mehrere Kinder ein Armutsrisiko darstellten, die Erwerbsbeteiligung von Frauen in Deutschland weit unter der skandinavischer Frauen liege und Akademikerinnen und Frauen in Führungspositionen zu einem hohen Anteil kinderlos blieben. „Norwegen, Finnland und Dänemark zeigen, dass mit einer höheren Erwerbsquote von Frauen auch die Zahl der Geburten sehr hoch sein kann.“ Voraussetzung sei, dass eine sehr gute Betreuungssituation von den Krippen bis zu Ganztagsschulen zusammentrifft mit vernünftigen materiellen Leistungen und einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung.

Thönnes sprach sich dafür aus, in Deutschland insbesondere die in Skandinavien und Frankreich gemachten Erfahrungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu nutzen. Die SPD müsse neue Systeme für einen Familienleistungsausgleich entwickeln und in Bund, Ländern und Kommunen in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt auf die Verbesserung der Ganztagsbetreuungs-Angebote setzen. Deshalb sei es genau richtig, so der SPD-Landesvorsitzende, dass die Landesregierung trotz vieler harter Sparmaßnahmen im Landeshaushalt 2002 den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen verstärkt fördere.