„Ihr Verhalten ist Zeichen großer politischer Schwäche!
Oder ist es gar Kumpanei, Herr Kubicki?“

Zu den gestrigen Äußerungen des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, in der Antisemitismus-Debatte erklärt SPD-Landesvorsitzender Franz Thönnes:

Zu den gestrigen Äußerungen des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, in der Antisemitismus-Debatte erklärt SPD-Landesvorsitzender Franz Thönnes:Zu den gestrigen Äußerungen des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, in der Antisemitismus-Debatte erklärt SPD-Landesvorsitzender Franz Thönnes:

„Lakonisch ein Ende der Debatte zu fordern, wenn Bürger jüdischen Glaubens und FDP-Mitglieder vor der Zentrale der Liberalen in Berlin gegen Möllemann und seine Sympathisanten demonstrieren, das ist zu wenig und zu schwach, Herr Kubicki.“
Wer wie Möllemann antisemitische Äußerungen in Deutschland gezielt als Wahlkampfwaffe einsetzt, muss nicht ganz bei Trost sein. Während Politiker wie Genscher, Lambsdorff und Frau Hamm-Brücher eine eindeutige Trennung von Jamal Karsli fordern, hat Kubicki offensichtlich die politische Orientierung verloren. Dass der FDP-Fraktionsvorsitzende keine klaren Worte der Distanzierung von Möllemann findet, ist entweder ein Zeichen großer politischer Schwäche oder eine richtig handfeste Kumpanei zwischen Möllemann und Kubicki. Beide tanzen ihrem schwachen und hilflosen Parteivorsitzenden auf der Nase herum. FDP-Landesvorsitzender Jürgen Koppelin, gleichzeitig Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, bleibt in Deckung, und läßt damit zu, dass aus Schleswig-Holstein auch gegen den eigenen FDP-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag Wolfgang Gerhardt, der deutlich Position bezogen, geschossen wird.
Dass die Partei nun in den Umfragen abstürzt, ist ein Zeichen der politischen Reife der Wählerinnen und Wähler. Die Klamauk-Partei ist mit diesem ernstem Thema schwer überfordert. Auftritte im TV-Container, Fallschirmspringen oder Beach-Volleyball am Ostseestrand sind eben keine hinreichenden politischen Qualifizierungen.
Für die SPD ist klar: Im Bundestagswahlkampf geht es auch darum, dass Deutschland ein Bollwerk gegen Intoleranz und Rechtspopulismus bleibt.