JUSOS ziehen positive Wahlkampfbilanz

Die Ergebnisse der Bundestagswahl kommentierten die Vorsitzende des JUSO-Landesverbandes Schleswig-Holstein, Anke Nöbel, und der stellvertretende Vorsitzende Jörn Warnecke.

Die Ergebnisse der Bundestagswahl kommentierten die Vorsitzende des JUSO-Landesverbandes Schleswig-Holstein, Anke Nöbel, und der stellvertretende Vorsitzende Jörn Warnecke.Die Ergebnisse der Bundestagswahl kommentierten die Vorsitzende des JUSO-Landesverbandes Schleswig-Holstein, Anke Nöbel, und der stellvertretende Vorsitzende Jörn Warnecke, wie folgt:

„Das war knapp – doch die zweite Halbzeit für Rot-Grün ist angepfiffen! Wir haben die Bundestagswahl gewonnen – die WählerInnen haben sich für Rot-Grün entschieden. Gerhard Schröder bleibt Bundeskanzler und die SPD die stärkste Fraktion im Deutschen Bundestag – auch wenn es im Verlauf des Wahlabends nicht immer danach aussah. Die Opposition hat gleich mehrfach verloren: Weder wird Stoiber Kanzler, noch die Union stärkste Fraktion im Parlament. Weder hat die FDP 18 Prozent bekommen, noch liegt sie vor den Grünen. Stoiber, Westerwelle und Möllemann sind gestoppt. Das ist ein wichtiges Signal für Deutschland und Europa – die Melange aus Rechtspopulismus, Antisemitismus und Neoliberalismus findet in Deutschland keine Mehrheit!“

Klar sei, so Warnecke, dass gerade die junge Generation sich in großen Teilen gegen Stoiber und hinter die SPD gestellt habe – das sei auf fast jeder Kundgebung deutlich geworden und habe sich in den Wahlergebnissen niedergeschlagen: die SPD ist die stärkste Partei bei den unter 25-jährigen und hat hier gegenüber 1998 4 Prozent hinzugewonnen (39 % SPD vor 32 % Union). Gemeinsam erhält Rot-Grün in dieser Altersgruppe satte und überdurchschnittliche 49 Prozent – während z.B. die Union bei den über 60-jährigen mit 45 % am stärksten punktet (Alle Zahlen nach Angaben von Infratest dimap).

„Die nächsten Wochen müssen dazu genutzt werden, das Ergebnis zu analysieren, Lehren für die Partei und Jusos zu ziehen und den Reformbedarf anzupacken. Besonders bei der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, der Gesundheitspolitik und in der Außenpolitik (insbesondere in der Irak-Frage) muss die Sozialdemokratie Flagge zeigen. Die Jusos haben im Wahlkampf bewiesen, dass sie eine starke, eingriffsfähige und zeitgemäße Jugendorganisation und eine politische Kraft in der SPD sind. Schon jetzt steht fest: Wir sind mehr geworden. Der lebendige, zielgruppenorientierte Wahlkampf der Jusos und die direkte Ansprache durch die jungen Wahlkampf- und Aktionsteams haben den Aktivenstamm vielfach reaktiviert, neue Leute für die Mitarbeit hinzugewonnen und somit zur Verjüngung der SPD beigetragen. Ziel muss es jetzt sein, dieser Sozialdemokratie der nächsten Generation eine Orientierung zu verleihen, die Form und Inhalt vereint. Es geht darum, die SPD zu erneuern: strukturell, organisatorisch und inhaltlich. Die Sozialdemokratie des 21. Jahrhunderts muss sich den heutigen Ansprüchen der Menschen stellen und konkrete Reformprojekte entwickeln, kommunizieren und in der Gesellschaft durchsetzen – für eine nachhaltige Mehrheit des fortschrittlichen Spektrums, für Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Jetzt geht es darum, weiterzuarbeiten und auch Druck zu machen für eine erfolgreiche rot-grüne Reformpolitik.“, so Anke Nöbel.