Piecyk puscht Nord-Ostsee-Kanal als europäische Meeresautobahn

Einen wichtigen Punkt für Schleswig-Holsteins maritimen Sektor konnte der schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete und Verkehrsexperte Willi Piecyk verbuchen

Einen wichtigen Punkt für Schleswig-Holsteins maritimen Sektor konnte der schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete und Verkehrsexperte Willi Piecyk verbuchen

Auf seine Initiative beschloss heute der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments, den Nord-Ostseekanal(NOK) als Bestandteil der sogenannten „Meeresautobahn Ostsee“ aufzunehmen. Damit würde der Kanal wie die gesamte „Meeresautobahn Ostsee“ als prioritäres Projekt in die transeuropäischen Verkehrsnetze aufgenommen werden.


Die sogenannten „Meeresautobahnen“ sollen zu einer Verkehrsverlagerung von der Straße auf den Seeweg beitragen. Zu diesem Zweck sollen bestimmte Häfen für den Aufbau oder die Kapazitätserhöhung wichtiger europäischer Seeverkehrsrouten zukünftig europäische Fördermittel bekommen.


Der Nord-Ostseekanal trägt maßgeblich zur Verkürzung von Seewegen sowie zur Effizienzgewinnung und Zeitersparnis im Seeverkehr zwischen Nord- und Ostsee bei und müsse nach Piecyks Auffassung folgerichtig auch Bestandteil des neuen verkehrspolitischen Instruments „Meeresautobahn“ sein.


Piecyk: „Etwas Nachhilfeunterricht für die Europäische Kommission in Sachen Geographie war notwendig, aber ein erster wichtiger Schritt für den NOK ist jetzt getan. Das ist gut für den Kanal und gut für Schleswig-Holstein.“


Zwar stünde das Verfahren mit dem Ausschussvotum erst am Anfang, aber mit dem nötigen Druck im Europäischen Parlament und einem guten Stück politischer Beharrlichkeit seitens der deutschen Bundesregierung im Verkehrsministerrat könne Schleswig-Holstein nachhaltig von der europäischen Verkehrspolitik profitieren, so Piecyk.