Leitbild „SPD – Meer – Kompetenz für Schleswig-Holstein“

SPD sieht Zukunft des Landes im Norden und an den Meeren

SPD sieht Zukunft des Landes im Norden und an den Meeren

„Die Zukunft unseres Landes liegt im Norden und an den Meeren. Mit der Erweiterung der EU zum 1. Mai wird die Ostsee zu einem europäischen Binnenmeer mit neuen einzigartigen Chancen für Schleswig-Holstein. Hier liegt die künftige Boomregion Nummer eins Europas. Hier wollen wir unsere Chancen für Wachstum und Arbeitsplätze nutzen und eine zweite Phase der Ostseekooperation starten,“ sagte SPD-Landesvorsitzender Claus Möller am 12.3. in Kiel.
Deshalb werde in der schleswig-holsteinischen SPD an einem neuen Leitbild „SPD – Meer – Kompetenz für Schleswig-Holstein“ für den weiteren Weg Schleswig-Holsteins zu einem zukunftsträchtigen und modernen Land gearbeitet. Die SPD-geführten Landesregierungen hätten in den vergangenen 16 Jahren einen beispiellosen Strukturwandel bewältigt. „Die Globalisierung und die Osterweiterung verschärfen zwar den wirtschaftlichen Konkurrenzdruck, aber Schleswig-Holstein kann heute auf der Grundlage dieses Strukturwandels auf vertrautem Boden zu neuen Ufern aufbrechen.“ Die Vision laute, dass Schleswig-Holstein die Chancen einer nachhaltigen Nutzung der Meere in Zusammenarbeit mit anderen dynamischen Regionen Europas nutze und damit die Ansiedlung hochwertiger Arbeitsplätze in Wachstumsbranchen fördere. Möller: „Wir verstehen Meer. Wir schaffen mehr mit dem Meer.“
Mit Blick auf die kürzliche Strategietagung der CDU sagte Möller: „Nord- und Ostsee prägen unsere Wirtschaft und unser Lebensgefühl. Wir sind Drehscheibe im Ostseeraum. Wer Schleswig-Holstein als Kopie von Bayern, Hessen oder Niedersachsen regieren will, führt das Land direkt in die Sackgasse und hat keinen Blick für die Identität und Zukunft des Landes.“



Das Leitbild „SPD – Meer – Kompetenz für Schleswig-Holstein“ stand im Mittelpunkt einer Tagung des Landesparteirates der SPD. Ausgangspunkt der Diskussion, so der Vorsitzende des SPD-Landesparteirates, Uwe Döring, sei neben den Stärken Schleswig-Holsteins in der maritimen Wirtschaft, die Erkenntnis, dass die Meere immer stärkeres ökonomisches und ökologisches Gewicht bekämen. Döring: „Die Meere sind entscheidend für das Schicksal der Erde, nicht der Weltraum“. Das gelte für die Ernährung, das Klima, die Energie- und Rohstoffversorgung und den Handel. Während andere europäische Küstenländer bereits neue Märkte für sich entdeckt hätten, sei das maritime Bewusstsein in Deutschland noch gering. Hier liege eine besondere Verantwortung und Chance für Schleswig-Holstein. Die traditionellen Sektoren wie Schifffahrt, Häfen, Werften und Fischerei müssen zu innovativen und wachstumsträchtigen Bereichen weiterentwickelt und ausgebaut werden: hochmoderner Schiffbau, leistungsfähige Hafeninfrastrukturen, Aqua- und Marikultur, Offshore Wind, Unterwassertechnik, Hydrographie, Informationssysteme, Yachten (Marinas). Die maritime Perspektive sei für viele Bereiche des Landes eine lohnende Perspektive: für Bildung, Forschung und Wissenschaft, für die mittelständische Wirtschaft, den Tourismus, für die Umwelt- und Verkehrspolitik und die Landwirtschaft.



Der Landesparteirat hat die Initiative „Zukunft Meer“ von Ministerpräsidentin Heide Simonis unterstützt und begrüßt das Vorhaben der Landesregierung, Schleswig-Holstein zu einer europäischen Modellregion in maritimer Kompetenz zu schaffen. Wachstum und Beschäftigung erhielten neue Impulse, so Döring.