Landesvorstand der AfA in der SPD neu gewählt

Landesvorsitzender Wolfgang Mädel fordert die SPD und die Gewerkschaften auf, für einen Neuanfang der sozialen Gerechtigkeit aufeinander zuzugehen

Landesvorsitzender Wolfgang Mädel fordert die SPD und die Gewerkschaften auf, für einen Neuanfang der sozialen Gerechtigkeit aufeinander zuzugehen

Mit 97 % der Stimmen wurde der Kieler IG Metall Chef Wolfgang Mädel erneut für zwei Jahre zum Landesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD Schleswig-Holsteins gewählt.


Neu wurden als Stellvertreter die Geschäftsführerin von ver.di aus Neumünster Almut Auerbach und der stellv. Bezirkspersonalratsvorsitzende des Landesamtes für Straßenbau Ralf Wrobel gewählt.


Des weiteren gehören dem Landesvorstand an:
als Beauftragter der Gewerkschaften der DGB-Kreisvorsitzende Karsten Wessels aus Dithmarschen,
und als neugewählte Landesvorstandsmitglieder:
Birte Pauls aus dem Kreis Schleswig-Flensburg
Dagmar Wilhelmy-Helmut und Helmut Ulbrand aus dem Kreis Kiel
Bernd Losch und Daniel Friedrich aus dem Kreis Lübeck
Nils Bolwig aus dem Kreis Stormarn
Friedrich Stamp aus dem Kreis Steinburg
Gunnar Reichwaldt aus dem Kreis Dithmarschen

Als wichtige Themen beschloss die Landeskonferenz die Senkung des Spitzensteuersatzes zurück zu nehmen und schon aus Gerechtigkeitsgründen erneut auf 47% wieder anzuheben. Die AfA spricht sich für die Einführung einer Bürgerversicherung aus und fordert in einer Resolution die Landesregierung auf, im Bundesrat nicht gegen die geplante Ausbildungsumlage zu stimmen, sondern vielmehr sich konstruktiv in das laufende Gesetzgebungsverfahren einzubringen. „Die Jugend braucht jetzt eine Chance und die SPD mit einer gemeinsamen Stimme im Land und im Bund“, so die AfA.



Wolfgang Mädel: „Wer, wenn nicht wir in der AfA können die SPD auf Arbeitnehmerspur halten und wieder bringen. Wer, wenn nicht wir kennen die Sorgen, Wünsche aber auch berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer. Dabei sind wir als Betriebsräte, Personalräte keine Fantasten. Wir GewerkschafterInnen haben tagtägliche Praxiserfahrung was machbar ist, aber auch das Gefühl für Fairness, Gerechtigkeit und Einseitigkeit bei der derzeitigen Steuer- und Sozialpolitik der Bundesregierung.“



In seiner Rede ging der SPD-Landesvorsitzende Claus Möller auf alle sensiblen Themen ein und forderte die AfA auf mitzuhelfen, den wichtigen Draht zu den Gewerkschaften nicht abreißen zu lassen. Gleichzeitig kündigte er an mit der Konstituierung des Gewerkschaftsrates am 27.5.2004 eigene Akzente für neue Gemeinsamkeiten setzen zu wollen. Claus Möller: „Im Hinblick auf unsere gemeinsamen Wurzeln und Traditionen in der Arbeiterbewegung und mit Blick auf die Zukunft brauchen wir den Schulterschluss mit den Gewerkschaften.“