Vorwürfe gegen Klaus Konrad

Zu den Vorwürfen gegen den frühren SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Konrad erklärten SPD-Landesvorsitzender Claus Möller und die Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Ostholstein Regina Poersch:

Zu den Vorwürfen gegen den frühren SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Konrad erklärten SPD-Landesvorsitzender Claus Möller und die Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Ostholstein Regina Poersch:

Klaus Konrad hat den SPD-Landesvorsitzenden Claus Möller und die SPD-Kreisvorsitzende Regina Poersch am 27.10.2004 über die gegen Ihn erhobenen Vorwürfe informiert.


Die SPD in Schleswig-Holstein ist bestürzt über die gegen Klaus Konrad erhobenen Vorwürfe einer Beteiligung an einem Massaker im 2. Weltkrieg sowie seine dazu in der ARD Sendung „Kontraste“ abgegebenen Erklärungen.


Die Rolle Klaus Konrads und das Maß seiner Verantwortung bei dem Massaker zu klären, ist Sache des laufenden Ermittlungsverfahrens der italienischen Militärstaatsanwaltschaft. 1972 ist es in einem unter anderem gegen Klaus Konrad laufenden Ermittlungsverfahren in dieser Sache nicht zur Anklage gekommen. Es ist jetzt Klaus Konrads Aufgabe, sich gegenüber den Behörden wahrheitsgemäß zu erklären. Wir werden Klaus Konrad deshalb nicht vorverurteilen.


Angesichts der Schwere der Vorwürfe ist jedoch der Rücktritt Klaus Konrads vom Amt des SPD-Ehrenkreisvorsitzenden die richtige Entscheidung. Klaus Konrad wurde am 04.04.1981 zunächst Ehrenmitglied des Kreisvorstandes und am 12.06.1993 Ehrenkreisvorsitzender.


55 Jahre SPD-Zugehörigkeit und vielfältiges jahrzehntelanges Engagement für die Ziele der Sozialdemokratie auf allen Ebenen verdienen unseren Respekt und unseren Dank. Dies lässt uns jedoch nicht darüber hinwegsehen, dass Kriegsverbrechen der Art, wie sie Klaus Konrad vorgeworfen werden, durch nichts zu entschuldigen sind.


Sollten sich diese Vorwürfe bestätigen, wäre dies mit einer Mitgliedschaft in der SPD unvereinbar.