„Innovationen“ in den Media Docks

Als wieder einmal gut gewählter Tagungsort erwies sich Lübeck mit seinen Media Docks, welche den gelungenen Rahmen für die letzte Veranstaltung in der Reihe „Innovationen“ des SPD-Parteivorstandes bildeten. In ihrer Begrüßungsrede zum Kongress, der unter dem Thema „Märkte der Zukunft“ stand, lobte Ministerpräsidentin Heide Simonis vor rund 160 Fachleuten die Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schleswig-Holstein. Insbesondere in den Bereichen Medizin- und Biotechnologie, Umwelt- und Energietechnik sowie der maritimen Wirtschaft sei Schleswig-Holstein für den internationalen Wettbewerb gut gerüstet.

Unterstützend wirkten sich dabei auch die zahlreichen Partnerschaften mit Regionen rund um die Ostsee und das dichte Netz der Schleswig-Holstein Büros z.B. in Malmö, Danzig, Riga, Tallin oder Kaliningrad aus. Als Indikatoren für die Dynamik führte Simonis unter anderem an, dass Schleswig-Holstein bundesweit an der Spitze der Unternehmensneugründungen liege.

Mit dem Institut für Siliziumtechnik (ISIT) für Biochiptechnologie seien zudem jüngst Forscher aus Schleswig-Holstein mit dem Zukunftspreis 2004 des Bundespräsidenten ausgezeichnet worden.

SPD-Parteivorsitzender Franz Müntefering sprach von Innovationen als einem der Schlüsselthemen für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Dabei gehe es nicht allein um Technologie, vielmehr sei die Investition in die Bildung eine der wichtigsten Zukunftsinvestitionen. „Die Märkte der Zukunft“, so Müntefering, „fangen in den Köpfen unserer Kinder an. Bis zum Jahr 2010 wolle man die Investition in Forschung und Entwicklung von derzeit 2,5% auf 3% des Bruttoinlandsproduktes erhöhen.“

Unterstützung erhielt die SPD von prominenter Wirtschaftsseite auch auf einem anderen Feld, der Mitbestimmung. Der Vorstandsvorsitzende der Energie Baden-Württemberg, Utz Claasen, betonte, die Beteiligung von Menschen sei von entscheidender Bedeutung für die Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen. „Gerade in einer Phase einschneidender Reformen ist die Einbindung der Arbeitnehmer in den Veränderungsprozess unabdingbar“, so Claasen in seinem Impulsvortrag.