Per-Arno Plötz neuer Vorsitzender im Juso-Landesausschuss

Nachdem die Landeskonferenz der schleswig-holsteinischen Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos) in der SPD Anfang Februar einen neuen Landesvorstand gewählt hatte, stand nun auch ein personeller Wechsel im Juso-Landesausschuss an. Zum neuen Vorsitzenden des Juso-Landesausschusses wählten die Delegierten den Ostholsteiner Per-Arno Plötz. Der 18jährige Schüler aus Bad Schwartau ist seit wenigen Wochen auch neuer Juso-Vorsitzender des Kreisverbandes Ostholstein. Ihm zur Seite stehen als stellvertretende Landesausschuss-Vorsitzende die 21jährige Halstenbekerin Mareike Overbeck, sowie Plötz Vorgänger Florian Matz (27).

Der Juso-Landesausschuss ist das höchste beschlussfassende Gremium der Jusos zwischen der einmal im Jahr stattfindenden Landeskonferenz und tagt in der Regel viermal im Jahr. Die 15 Kreisverbände in Schleswig-Holstein entsenden je zwei Vertreter, welche die Interessen ihres Kreises im Landesausschuss wahrnehmen. Der Landesausschuss ist Schnittstelle der Kommunikation der Kreisverbände untereinander und dient als politisches Diskussionsforum.

Der Juso-Landesausschuss beobachtet mit großer Sorge, die seit langer Zeit wieder steigende Zahl von Neuinfektionen mit dem HI-Virus. „Heute spielt die Angst vor einer Ansteckung gerade bei jungen Menschen kaum noch eine Rolle“, stellt Thorsten Nissen (2024, Juso-Landesvorsitzender) fest. Dies hänge auch damit zusammen, dass medizinische Erfolge in diesem Bereich den Eindruck vermittelten, Aids wäre heilbar und somit eine beherrschbare Gefahr. Dies sei jedoch nicht der Fall. Neue Medikamente könnten lediglich den Ausbruch der Erkrankung herauszögen und die Leiden mindern. Sie seien indessen oftmals mit häufig unterschätzten Nebenwirkungen verbunden.

Besonders besorgt zeigten sich die Jusos über die Veränderungen im kommunalen Bereich. Aids-Prävention und Sexualberatung würden vieler Orts den knappen Haushalten zum Opfer fallen. Die Gesundheit gerade der jungen Generation dürfe nicht dazu missbraucht werden, kommunale Haushalte zu sanieren. „Es ist gerade die Aufklärung, mit der wir der Gleichgültigkeit der jungen Menschen begegnen müssen, um sie für die Gefahren des ungeschützten Geschlechtsverkehrs zu sensibilisieren“, ist Per-Arno Plötz überzeugt.