Böses Spiel mit Heide Simonis

Nach der gescheiterten Wahl der Ministerpräsidentin in vier Wahlgängen zeigt sich der SPD-Landesvorsitzende Claus Möller enttäuscht und wütend. „Nach der einstimmigen Wahl von Heide Simonis zur Spitzenkandidatin der SPD, der einstimmig beschlossenen Landesliste, dem einstimmig beschlossenen Regierungsprogramm und den in der SPD einstimmig getragenen Koalitions- und Tolerierungsverträgen ist dieses Verhalten eines einzelnen Abgeordneten politisch nicht nachvollziehbar und in höchstem Maße parteischädigend.“ resümierte Möller die Geschehnisse.

Auch SPD-Fraktionschef Lothar Hay zeigte sich enttäuscht: „Dies ist ein schwarzer Tag für die Sozialdemokratie“. Claus Möller fügte hinzu: „Der Schaden für die Partei ist immens. Mir fehlt jegliches Verständnis dafür, dass einer der 35 Abgeordneten nicht für Heide Simonis gestimmt hat.“ Festzuhalten sei aber auch, dass CDU-Fraktionschef Carstensen ebenfalls keine Mehrheit in der Wahl des Ministerpräsidenten erhalten habe.

Beide bezeichneten das Verhalten des abweichenden Abgeordneten als unanständig gegenüber Heide Simonis. In einer ersten Pressekonferenz nach der konstituierenden Landtagssitzung sagte der SPD-Landesvorsitzende: „Hier wird ein böses Spiel mit unserer Spitzenkandidatin getrieben.“

SPD-Landesvorsitzender Claus Möller kündigte an, dass nun die Sondierungsgespräche mit allen Parteien wieder aufgenommen werden.