Verzögert EON Netzausbau an der Westküste?

Wirtschaftsminister Austermann muss zügig Klarheit schaffen

Wirtschaftsminister Austermann muss zügig Klarheit schaffen

Nach einem intensiven Gespräch über die Zukunftsperspektiven der regenerativen Energien mit Vertretern der schleswig-holsteinischen Windenergie erklären der SPD Kandidat zur Bundestagswahl im Wahlkreis Nordfriesland/ Dithmarschen Nord, Ralf Hessmann und der SPD-Landesvorsitzende Claus Möller:

Durch das sog. Repowering steht die Windenergie-Branche vor einem neuen Wachstumsschub. Mit dem Ersetzen vieler alter leistungsschwacher Windräder durch wenige moderne leistungsstärkere Anlagen (Repowering) wird in kürzester Zeit deutlich mehr Strom aus Windenergie erzeugt werden können. Es werden in Schleswig-Holstein Investitionen in Höhe von mehr als 1 Mrd. Euro erwartet.

„Diese Modernisierung und Effizienzsteigerung in der Windenergie führt zu mehr und sicheren Arbeitsplätzen, zu mehr Steuereinnahmen für unsere Gemeinden und zu einem zusätzlichen Einkommen für viele Menschen in einem ansonsten strukturschwachen Gebiet unseres Landes“ so Ralf Hessmann, Bürgermeister der Gemeinde Hattstedt und Kandidat der SPD zur Bundestagswahl.

Doch seit längerer Zeit ist auch ein Problem bekannt, dass diese positive Entwicklung ausbremst: Die vorhandenen Stromleitungen bieten keine ausreichende Kapazitäten, bereits heute sind Teilabschaltungen von Anlagen nötig.

„Seit Langem ist bekannt, dass wir drei neue Leitungen in Schleswig-Holstein brauchen, die vom Netzbetreiber EON nicht bereitgestellt werden, obwohl sie laut EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) gesetzlich dazu verpflichtet sind. Diese Netzverstärkungen sind unverzichtbare Infrastrukturprojekte für die Zukunftsfähigkeit der Windenergie in Schleswig-Holstein und die wirtschaftliche Entwicklung an der Westküste!“ so Hessmann weiter.

SPD-Landesvorsitzender Claus Möller bringt es abschließend auf den Punkt: „Ich vermute, dass EON auf Zeit spielt und ihre dominierende Stellung als Netzbetreiber ausnutzt – zum Nachteil der wirtschaftlichen Entwicklung in Schleswig-Holstein. Wirtschaftsminister Austermann muss jetzt zügig Klarheit schaffen, damit der Netzausbau schnellstmöglich realisiert wird!“