Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus fordert breite gesellschaftliche Diskussion zum Thema Sterbehilfe

Anlässlich der Landesvorstandssitzung am 8. November der Arbeitsgemeinschaft SPD 60plus zur aktuellen Diskussion um die Sterbehilfe, erklärt der Landessvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus, Detlef von Schlieben:


„Wir lehnen die aktive Sterbehilfe ab und fordern den verstärkten Ausbau der Palliativmedizin. Wir sehen die Aufgaben der Palliativmedizin darin, die verbleibende Lebenszeit Todkranker so lebenswert wie möglich zu gestalten: Dazu gehören Schmerzen und andere quälende Symptome wie Luftnot und Übelkeit zu lindern, ebenso wie die psychologische Betreuung des Patienten und seiner Angehörigen. Hierfür benötigen wir neue stationäre und ambulante Angebote, mehr Lehrstühle für Palliativmedizin an den Universitäten und eine intensivere Forschung, damit Therapien besser auf verschiedene Krankheitsbilder ausgerichtet werden können. Hausärzte müssen miteinbezogen werden.


Neben einer Verbesserung der Aus-, Fort- und Weiterbildung aller beteiligten Berufsgruppen sollte zu einer adäquaten Patientenversorgung auch die Möglichkeit einer Freistellung von Angehörigen zur Sterbebegleitung gehören.


Die über Parteigrenzen hinaus kontrovers geführte Auseinandersetzung, ob aktive Sterbehilfe möglich sein sollte, zeigt, dass eine breite gesellschaftliche Diskussion geführt werden muss. Ein gesellschaftlicher Konsens in dieser Frage benötigt eine gründliche und differenzierte Auseinandersetzung über einen längeren Zeitraum.“