Einigung zwischen SPD und ver.di über SPD-Haustarif

Die seit dem Sommer 2005 laufenden Verhandlungen zwischen ver.di (Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft) und dem SPD-Landesverband Schleswig-Holstein haben nach Angaben von SPD-Landesgeschäftsführer Christian Kröning und ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter Dieter Altmann jetzt zu einem Abschluss geführt.

Für die Tariflaufzeit vom 1.5.2005 bis 30.4.2007 wurde eine Einmalzahlung von 500 Euro für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SPD vereinbart, die im Mai dieses Jahres ausgezahlt wird.

Zudem verbessert die SPD ihre Leistungen für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der schon bisher bis zur Einschulung gezahlte Zuschuss in Höhe von 100 Euro für nachgewiesene Betreuungskosten wird nunmehr bis zur vierten Grundschulklasse ausgeweitet.

Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SPD einen zusätzlichen Tag Arbeitsbefreiung im Jahr. Kernstück des Tarifabschlusses ist die Vereinbarung, dass betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. Juni 2008 ausgeschlossen sind.

Der SPD-Landesvorstand hat den Abschluss begrüßt. Kröning bewertete dieses Ergebnis in der finanziellen Lage der SPD als angemessen und fair. Der anhaltende Rückgang der Beitragseinnahmen und die sinkenden Einnahmen der SPD aus staatlichen Mitteln lasse ein stärkeres Anwachsen der Personalkosten nicht zu.“

Dieter Altmann erklärte zu dem Tarifabschluss: “Die langwierigen Verhandlungen haben schlussendlich zu einem für beide Seiten vertretbaren Ergebnis geführt. Wenn auch keine tabellenwirksame Gehaltserhöhung vereinbart wurde, so hat der Tarifabschluss vor dem Hintergrund des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst geradezu Vorzeigecharakter. Dieser Abschluss zeigt, dass sich die Tarifautonomie auch unter schwierigsten finanziellen Rahmenbedingungen bewährt und Verhandlungslösungen möglich sind.“