Gemeinschaftsschule jetzt im Koalitionsvertrag verankert

Zur Diskussion in der CDU über das neue Schulgesetz erklärt SPD-Landesvorsitzender Claus Möller:

Zur Diskussion in der CDU über das neue Schulgesetz erklärt SPD-Landesvorsitzender Claus Möller:

„Die CDU tut sich erkennbar schwer zu dem zu stehen, wozu sie in der Koalitionsvereinbarung ihre Unterschrift gegeben hat, nämlich die Einführung der Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein und deren Verankerung im neuen Schulgesetz. Die Schulpolitik war in der Tat jahrzehntelang zwischen SPD und CDU heftig umstritten. Ein ‚Schulfrieden’, wie die CDU formuliert, ist gerade in der Großen Koalition jetzt eine der großen landespolitischen Chancen. Diese große Chance kann allerdings nicht auf dem kleinsten innerparteilichen Nenner der CDU basieren, sondern nur auf den großen Anforderungen, die wir in Deutschland an unser Schulsystem nach dem schlechten Abschneiden bei den PISA-Studien künftig stellen müssen. Die Gemeinschaftsschule gibt es heute erfolgreich in weiten Teilen Europas, insbesondere bei den PISA-Spitzenreitern in Skandinavien. Die Gemeinschaftsschule wirkt zudem dem rigorosen und zu frühen sozialen Aussortieren der Schülerinnen und Schüler entgegen, also der krassesten Fehlentwicklung im deutschen Schulsystem. Der Ministerpräsident wollte die Große Koalition, um Großes zu leisten. Dies unter Beweis zu stellen, ist beim Schulgesetz eine gute Gelegenheit.“