SPD-Landesparteirat: Solidarität mit Telekom-Beschäftigten und ver.di

Zu den Auseinandersetzungen bei der Telekom hat der SPD-Landesparteirat am 04. Juni folgende Resolution beschlossen:


„Die vom Telekom-Management vorgelegten Umstrukturierungspläne werden von der SPD Schleswig-Holstein in der Sache und vom Vorgehen her abgelehnt. Die Konzern-Pläne bedeuten eine Bedrohung von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen. Wir wenden uns gegen den Versuch ganze Bereiche des Konzerns als sog. Service-Gesellschaften in den Niedriglohnsektor abzudrängen – mit Löhnen, die zum Teil unter der diskutierten Mindestlohnschwelle von 7,50 Euro liegen sollen. Es spricht der Sozialpartnerschaft Hohn, wenn den Beschäftigten eine Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich und zusätzlich eine Gehaltskürzung von 9% zugemutet werden soll, während gleichzeitig über drei Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden.


Wir erklären uns mit den Beschäftigten der Telekom und mit der Gewerkschaft ver.di solidarisch. Denn die Telekom-Pläne dürfen keinen Erfolg haben und müssen abgewehrt werden. Sollte es in dem gewerkschaftlich hoch organisierten Unternehmen gelingen, so etwas durchzusetzen, müssen wir nach gleichem Muster flächendeckend mit ähnlichen Angriffen in der deutschen Wirtschaft rechnen. Deshalb steht die SPD Schleswig-Holstein mit dem DGB und der Gewerkschaft ver.di an der Seite der streikenden Kolleginnen und Kollegen.“