Der Ausstieg aus der Atomenergie ist unumkehrbar

SPD Landesvorsitzender Ralf Stegner: "Der Ausstieg aus der Atomenergie ist unumkehrbar"

SPD Landesvorsitzender Ralf Stegner: „Der Ausstieg aus der Atomenergie ist unumkehrbar“

Der SPD Landesvorsitzende Ralf Stegner unterstrich in den Gremien der Partei die feste Entschlossenheit, den Ausstieg aus der Atomenergie mit großer Entschlossenheit zu forcieren.

Besonders nach den skandalösen Ereignissen rund um die Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel und deren Betreiber Vattenfall sieht sich die SPD getragen von der großen Mehrheit der Bevölkerung. Atomenergie ist keine Energie für die Zukunft, sondern eine riesige Gefährdung für die Menschen in Schleswig-Holstein. Eine Technik, die keine Fehler verzeiht, kann nicht Grundlage für den Energiebedarf der Gegenwart und der Zukunft sein.

Stegner und der gesamte Landesvorstand stehen dabei auch fest an der Seite von Gitta Trauernicht, wenn es um die vollständige Aufklärung der Ereignisse besonders in Krümmel und wenn es um die Frage der Zuverlässigkeit oder besser der Unzuverlässigkeit des Betreibers geht. Die Ereignisse der letzten Wochen sind ein Skandal und gleichzeitig eine Blamage für die Atomwirtschaft und ihre Unterstützer in der Politik. Es muss beim Atomkonsens bleiben: Früheres Abschalten alter Reaktoren ist unser Ziel.

In der Zwischenzeit muss alles getan werden, um die Sicherheit der Atomkraftwerke zu erhöhen. Es kann nicht sein, dass jedes Flugzeug eine Blackbox hat, aber im Steuerbereich von Atomkraftwerken die Vorgänge später nicht objektiv nachvollzogen werden können, weil man sich auf die Angaben des Betreibers verlassen muss. Zur Not muss das Atomgesetz verschärft werden.

Eine Debatte über die Verlängerung von Restlaufzeiten darf es in Schleswig-Holstein nicht mehr geben.

Die schleswig-holsteinische Atomaufsicht mit Gitta Trauernicht an der Spitze hat geleistet, was zu leisten war, um Schaden von der Bevölkerung fern zu halten.

Stegner betonte weiter, dass der seit vielen Jahren eingeschlagene Weg der Entwicklung und des Einsatzes alternativer Energieformen und der sparsame Umgang mit jeder Form der Energie von der schleswig-holsteinischen SPD energisch weiter betrieben wird.

Eine Arbeits- und Projektgruppe wird dieses Thema mit öffentlichen Veranstaltungen in allen Regionen des Landes mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren und dabei nachdrücklich über die Gefahren der Atomenergie informieren.

Die Ergebnisse werden auf dem nächsten Landesparteitag der SPD diskutiert und in eine Resolution zur Position des Landesverbandes einfließen.