Jeder Tag sollte ein Tag für unsere Kinder sein!

Zum Weltkindertag der Vereinten Nationen am 20.09.2008 erklärt die kinder- und familienpolitische Sprecherin des SPD-Landesverbandes, Gesa Tralau:

Zum Weltkindertag der Vereinten Nationen am 20.09.2008 erklärt die kinder- und familienpolitische Sprecherin des SPD-Landesverbandes, Gesa Tralau:

„Kinder sind die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft und sind auf unseren besonderen Schutz angewiesen. Sie haben einen Anspruch auf gleiche Startchancen von Anfang an, unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft.


Kinderarmut in unserem reichen Land ist ein Skandal. Sie hat viele Dimensionen: Materielle Armut, unzureichende Bildung, erhöhte Gesundheitsrisiken oder auch fehlende Förderung und Unterstützung von Familien. Eine erfolgreiche Kinder- und Familienpolitik gehört zu den Schlüsselfragen für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Daher ist es nicht ausreichend, sich bei der Bekämpfung von Kinderarmut sich auf die Erhöhung von Sozialtransfers zu konzentrieren.


Gute Bildung für alle – kostenfrei vom Kindergarten bis zur Hochschule – ist das wichtigste Startkapital für ein selbst bestimmtes und armutsfreies Leben. Deshalb setzen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf den Ausbau der Betreuung der unter Dreijährigen, den kostenfreien Besuch der KiTa, die Gemeinschaftsschule als „Schule für alle“ und ein gebührenfreies Erststudium.


Wir wollen mit dem Projekt „Kein Kind ohne Mahlzeit“ erreichen, dass alle Kinder in Kindertagesstätten ein warmes Mittagessen erhalten. Kein Kind soll hungrig bleiben, weil seine Eltern das Essen in der KiTa nicht bezahlen können. Wir setzen auf mehr und verpflichtende Gesundheitsvorsorge und die frühzeitige Unterstützung von Familien, die in schwierigen Verhältnissen leben oder mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind.


Wir Sozialdemokraten haben in Schleswig-Holstein dafür gesorgt, dass die Rechte der Kinder in die Landesverfassung aufgenommen wurden. Nun fordern wir die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz. Wir fordern die CDU – insbesondere Frau Merkel und Frau von der Leyen – auf, ihren Widerstand aufzugeben. Das Wohl des Kindes muss an erster Stelle stehen!


Wir wollen eine Gesellschaft, die Familien mit Kindern beste Bedingungen bietet, und ein Klima der Aufgeschlossenheit gegenüber den Bedürfnissen von Kindern. Jeder Tag sollte ein Tag für unsere Kinder sein!“