Ein wichtiger Schritt hin zur Energiewende!

Nord-SPD begrüßt Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energie

Nord-SPD begrüßt Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energie

Zur Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energie (IRENA) erklärt der Sprecher für Energie und Umwelt des SPD Landesvorstandes, Stefan Bolln:

Das Jahr 2008 war ein gutes Jahr für die Erneuerbaren Energien. Zum ersten Mal nach 42 Jahren wurde weltweit im letzten Jahr kein neues Atomkraftwerk in Betrieb genommen. Die Diskussion um den Atomausstieg in Deutschland, das Greenwashing dieser veralteten Technologie wird nicht funktionieren. Auch die Diskussion um die C02-Speichertechnologien hält die SPD Schleswig-Holstein in Verbindung mit dem Begriff CO2-freie Kraftwerke für mehr als irreführend. Es gibt keine C02-freien Kraftwerke. Auch nicht durch herbeireden, so Stefan Bolln für den Landesvorstand der SPD Schleswig-Holstein. Dieser Irrweg der CO2-Abscheidung muss vermieden werden, er dient allenfalls als Feigenblatt für den Bau neuer Kohlekraftwerke.

Wie aber werden wir die Energiewende schaffen – ohne Atom- und Kohlekraft? Die Abkehr vom zentralen zum dezentralen Energieversorgungssystem ist nicht so einfach wie manche sich das vorstellen. In der Konsequenz würden wenige große Strommonopolisten Macht verlieren und viele Bürgerinnen und Bürger vor Ort Einfluss gewinnen. Das gefällt den immer noch gut verdienenden Strommonopolisten und deren Sprachrohren nicht.

Aus diesem Grunde freuen wir uns, dass am heutigen Tage in Bonn endlich eine Internationale Agentur für Erneuerbare Energie (IRENA) gegründet wurde. Wir Sozialdemokraten fordern dies schon lange und sind deshalb optimistisch, dass 2009 energiepolitisch ein entscheidendes Jahr auf dem Weg zur Energiewende sein kann. Die Abkehr von der endlichen, fossilen Energiewirtschaft ist damit unumkehrbar eingeläutet.

Energie wird international gehandelt und Erneuerbare Energien gibt es unendlich viel. Beides in Kombination in einer Agentur ermöglicht Initiativen, um Energie auf Dauer bezahlbar zu halten und die Klimaschädigung durch Öl, Gas, Uran und Kohle zu reduzieren und irgendwann auch zu beenden.

Wir in Schleswig-Holstein werden unseren Anteil daran leisten. Denn wir haben auch kurzfristig noch viele Möglichkeiten im Bereich Erneuerbarer Energie und sind sogar Strom-Exporteur in diesem Bereich. Wenn die Landesregierung – insbesondere das zuständige Wirtschaftsministerium – mehr Mut zu erneuerbaren Energien allein hätte, wären wir vorbildlich wie wir es schon einmal am Beginn der Nutzung der Windenergie waren.