Mit Heide Moser verlieren wir eine überzeugte Sozialdemokratin

Zum Tode der früheren schleswig-holsteinischen Sozialministerin Heide Moser erklärt SPD-Landesvorsitzender und Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Ralf Stegner:

Zum Tode der früheren schleswig-holsteinischen Sozialministerin Heide Moser erklärt SPD-Landesvorsitzender und Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Ralf Stegner:

„Die SPD in Schleswig-Holstein trauert um die frühere Sozialministerin Heide Moser. Heide Moser war seit 1971 Mitglied der SPD und wurde bereits ein Jahr später SPD-Ortsvereinsvorsitzende in Norderstedt-Garstedt. Von 1987 bis 2004 war sie Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages. 1993 wurde sie als Ministerin für Arbeit und Soziales, Jugend und Gesundheit in die von Ministerpräsidentin Heide Simonis geführte Landesregierung berufen.

Heide Moser war eine leidenschaftliche Sozialministerin, kompetent und konfliktfähig. Als engagierte Reformpolitkerin warb sie bereits früh für die später erfolgte Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe, sie setzte Maßstäbe in der Drogenpolitik und scheute sich nicht, dabei auch heiße und unpopuläre Dinge anzusprechen. In der Gesundheitspolitik hat sie Schleswig-Holstein in ihrer Amtszeit zum Vorreiter bei der Früherkennung von Krebs gemacht.

Dieser Krankheit fiel sie nun selbst nach langer Leidenszeit zum Opfer. Es war ein Kampf dem sie lange und bewunderswert standgehalten hat.

Heide Moser war -so hat es Heide Simonis ausgedrückt- eine wunderbare und starke Frau. Ich selbst behalte aus der Zusammenarbeit mit Heide Moser ihren besonderen Mut in Erinnerung, auch gegen mächtige Widerstände für das zu kämpfen, was sie für richtig hielt.

Wir sind sehr traurig, denn mit Heide Moser verlieren wir eine Sozialdemokratin aus Überzeugung und Leidenschaft. Viele von uns verlieren mit ihr auch eine gute Freundin.“