Leitsätze für die Energiepolitik in Norddeutschland

Nord-SPD und DGB: „Energie und Mobilität als Motoren für nachhaltiges Wirtschaftswachstum nutzen“

Nord-SPD und DGB: „Energie und Mobilität als Motoren für nachhaltiges Wirtschaftswachstum nutzen“

Am heutigen Sonntag traf sich die Sozialdemokratische Partei Deutschlands zu ihrer Regionalkonferenz Nord in Hannover. Parteivorsitzender Franz Müntefering, SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und der Spitzenkandidat der SPD bei der Europawahl Martin Schulz diskutierten das Regierungsprogramm der SPD mit den 500 anwesenden Parteimitgliedern. Die Themen Energie und Mobilität nahmen hierbei breiten Raum ein – auch im Zuge der „Ahrensburger Gespräche“, dem traditionellen Austausch zwischen der Norddeutschen SPD und Gewerkschaftsvertretern.

Die SPD-Landesvorsitzenden aus Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, aus Niedersachsen, Garrelt Duin, sowie aus Bremen und Hamburg, Uwe Beckmeyer und Ingo Egloff , kamen mit Gewerkschaftsvertretern zusammen und berieten in den „Ahrensburger Gesprächen“ die Zukunft der norddeutschen Energiepolitik. Zwischen den SPD-Politikern und den Gewerkschaften, für die der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord Peter Deutschland an dem Gespräch teilnahm, zeigten sich große Übereinstimmungen: „Für die gesamte Nord-SPD und für die Gewerkschaftsvertreter war klar: Die Zukunft der Energiesicherheit in Norddeutschland lässt sich nicht durch Atomenergie gestalten. Wir müssen dazu kommen, dass die Stromerzeugungskapazitäten aus Erneuerbaren Energien in Norddeutschland auf 50 % angehoben werden“, sagte der Vorsitzende der SPD Niedersachsen Garrelt Duin nach der Sitzung.

Der schleswig-holsteinische SPD-Vorsitzende Ralf Stegner ergänzte: „Die norddeutschen Bundesländer sollten Unternehmen, die in den Bereichen Energieeffizienz und Mobilität der Zukunft forschen, stärker fördern und damit Impulse für nachhaltiges Wachstum und Arbeitsplätze setzen. Norddeutschland hat hier viel Potenzial, das noch nicht ausreichend erschlossen ist“, so Ralf Stegner.

Diese Sichtweise unterstützte auch der Vorsitzende des DGB Nord, Peter Deutschland. „In den Bereichen Energie und Mobilität werden die Arbeitsplätze der Zukunft geschaffen. Autos mit Elektroantrieb zu entwickeln und zu bauen kann in Norddeutschland viele Arbeitsplätze sichern und neu schaffen“, sagte Deutschland im Anschluss an die „Ahrensburger Gespräche“.

Hintergrund: „Ahrensburger Gespräche“

Treffen der Spitzen der norddeutschen Gewerkschaften und der SPD im schleswig-holsteinischen Ahrensburg mit dem Ziel, den Dialog zwischen SPD und Gewerkschaften zu wirtschafts- und sozialpolitische Themen, die in der Bundespolitik und in Norddeutschland aktuell sind, zu vertiefen. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit verbessert und Möglichkeiten gemeinsamer politischer Initiativen erörtert werden.