Für ein soziales Europa!

Erfolgreiche Juso-HSG-Veranstaltung mit Ulrike Rodust und Dr. Wihelm Knelangen in der CAU Kiel

Erfolgreiche Juso-HSG-Veranstaltung mit Ulrike Rodust und Dr. Wihelm Knelangen in der CAU Kiel

“Zerstört die EU den Sozialstaat?” Dieser Frage stellten sich Ulrike Rodust, MdEP, und der Politikwissenschaftler Dr. Wilhelm Knelangen am Dienstag bei der gleichnamigen Veranstaltung der Kieler Juso Hochschulgruppe. Die Antwort der SPD-Politikerin und des Politikwissenschaftlers:

„Wahlen sind entscheidend. Sie definieren die Mehrheiten und geben den Kurs vor. Auch auf der europäischen Ebene.“ Somit hänge auch das Schicksal des Sozialstaates von den zukünftigen Mehrheiten ab. Doch auch eine engagierte Zivilgesellschaft, die sich frei von Wahlterminen einbringe, wirke dem Zerfall entgegen.

Vor knapp fünfzig Zuhörern machte Rodust deutlich, wofür sie vor allem antritt: Soziale Gerechtigkeit. Deshalb will sie sich für flächendeckende Mindestlöhne und Chancengleichheit im Bildungswesen einsetzen. Europa mit seinen 27 Mitgliedsländern dient ihr dafür als “best practise”-Sammlung.

Insbesondere in der Frage, ob die Vereinigten Staaten von Europa ein realistisches Ziel seien, übte Dr. Wilhelm Knelangen mit der nötigen politikwissenschaftlichen Skepsis Kritik an dem europäischen Einigungsprozess.

Zumindest ein rundum erfolgreicher Integrationsprozess konnte bereits am Dienstagabend absolviert werden: Publikum und Podium wurden erfolgreich zusammengeführt und eine spannende Diskussion schloss sich dank Henning Groskreutz‘ (Juso-HSG) guter Moderation und streitbarer Fragen des Publikums an.
Entsprechend zufrieden war auch Götz Borchert, Geschäftsführer und Fraktionsvorsitzender der Juso-HSG, mit der Veranstaltung. Er warb dafür europapolitische Themen mehr in der Öffentlichkeit zu diskutieren. „Wir müssen uns interessieren und artikulieren, vor allem, aber nicht nur, bei der Europawahl am 7. Juni“, so Borchert.

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Ulrike Rodust bei der Juso HSG, Uni Kiel, flickr.com