Entlassungen nicht mit Steuergeldern unterstützen!

Nach einem Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Firma J.P. Sauer & Sohn, Fritz Jahn, und dem 1. Bevollmächtigten der IG-Metall Rendsburg, Kai Petersen, erklärt der SPD-Spitzenkandidat Ralf Stegner:

Nach einem Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Firma J.P. Sauer & Sohn, Fritz Jahn, und dem 1. Bevollmächtigten der IG-Metall Rendsburg, Kai Petersen, erklärt der SPD-Spitzenkandidat Ralf Stegner:

„Es ist gut, wenn das Unternehmen nun nach langer Zeit der Einrichtung einer Transfergesellschaft zustimmt und damit seiner sozialen Verantwortung nachkommen will. Eine Transfergesellschaft wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Jetzt kommt es darauf an, sich genau anzuschauen, wie das Unternehmen die Transfergesellschaft finanziell auszustatten gedenkt. Für die Finanzierung der Transfergesellschaft muss neben dem Transferkurzarbeitergeld ein deutlicher finanzieller Beitrag durch den Konzern geleistet werden. Die Lüke-Ortmeier-Gruppe als Eigentümer von Sauer in Eckernförde hätte die Mittel dafür.

Entlassungen mit Steuergeldern zu unterstützen wäre ein verheerendes Signal! Die Beschäftigungswirkung sollte das ausschlaggebende Kriterium für die Vergabe öffentlicher Mittel sein. Das ist die Richtschnur der Wirtschaftspolitik der SPD.

Der Konzern ist nicht „notleidend“. Sauer in Eckernförde ist nicht durch die Finanz- und Wirtschaftskrise in eine Schieflage geraten. Es sind hausgemachte Probleme bei Sauer & Sohn, verursacht durch Managementfehler, die der Konzern lösen muss – und dies darf nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschehen.

Ich bewundere das Engagement des Betriebsrates, der Beschäftigten und der IG-Metall für den Erhalt der Arbeitsplätze in Eckernförde. Es wäre schön, wenn die Akteure der Arbeitnehmerseite solche für Ihren Betrieb entscheidenden Weichenstellungen nicht erst aus der Presse erfahren würden und schnellstmöglich seitens des Ministerpräsidenten und des Arbeitgebers informiert würden. Dies ist bis heute nicht geschehen! Dieses Verhalten spricht – gerade in einer solchen Situation – Bände über den Respekt gegenüber den Beschäftigten und ihren Familien.“