Neubau von Kohlegroßkraftwerken ist ein energie- und klimapolitischer Irrweg

Zum Erörterungstermin für den geplanten Bau zweiter Steinkohle-Kraftwerksblöcke in Brunsbüttel sagte der energiepolitische Sprecher des SPD-Landesverbandes Stefan Bolln:

Zum Erörterungstermin für den geplanten Bau zweiter Steinkohle-Kraftwerksblöcke in Brunsbüttel sagte der energiepolitische Sprecher des SPD-Landesverbandes Stefan Bolln:

Wer heute auf den Bau von Kohlegroßkraftwerken ohne Kraft-Wärme-Kopplungs setzt, befindet sich auf den klimapolitischen Irrweg. Weder das untaugliche Feigenblatt einer nicht realisierbaren CO2-Abscheidungstechnik noch die angebliche spätere Energielücke rechtfertigen den Bau dieser Großtechnik , die die Investitionen für regenerative Energien verbaut, das Monopol der Energieriesen für die Laufzeit von 40 Jahren sichert und ohne Akzeptanz in der Bevölkerung vor Ort ist. Dies belegen die heute vorliegenden fast 5.000 Einwendungen gegen den Bau der Kohlekraftwerke in Brunsbüttel.

Die SPD in Schleswig-Holstein setzt auf eine dezentrale Energieversorgung: Durch den Erhalt und Aufbau eigener Stadt- und Gemeindewerke können wir die kommunale Versorgung ausbauen – und stärken damit Einsparung, Effizienz und erneuerbare Energien. Nur so können wir den Herausforderungen der Energie- und Klimaschutzpolitik erfolgreich entgegen treten. Neue Kohlkraftwerke zur ausschließlichen Stromproduktion dürfen in unserem Land der Erneuerbaren Energien nicht gebaut werden, weder in Brunsbüttel noch anderswo.