Pflegeberufe attraktiv machen – der Mindestlohn ist ein erster Schritt

Zur Einigung über einen Mindestlohn in der Pflege erklärt SPD-Landesvorstandsmitglied Birte Pauls:

Zur Einigung über einen Mindestlohn in der Pflege erklärt SPD-Landesvorstandsmitglied Birte Pauls:

Der Mindestlohn in der Pflege war längst überfällig; die Einigung darüber bedeutet eine Wertschätzung der in der Pflege Beschäftigten. Angesichts der psychisch und physisch anstrengenden Tätigkeit ist der ausgehandelte Mindestlohn von 8,50 € (West) bzw. 7,50 € (Ost) jedoch immer noch nicht ausreichend, aber er wird das Lohndumping in der Pflege dämpfen.


Der Mindestlohn ist jedoch nur ein erster Schritt, nun müssen weitere Verbesserungen erreicht werden, um Nachwuchskräfte für Pflegeberufe zu gewinnen. Denn aufgrund der demografischen Entwicklung benötigen wir in Deutschland in den nächsten zehn Jahren rund 77.000 zusätzliche Pflegefachkräfte.

Ein guter Lohn ist nur ein Kriterium, diesen Beruf attraktiver zu gestalten; auch andere Rahmenbedingungen müssen angepasst werden. Dazu gehören z. B. verlässliche Arbeitszeiten, um eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf zu ermöglichen, sowie eine höhere gesellschaftliche Anerkennung der Arbeit in der Pflege.