Gemeinsam den Nazi-Aufmarsch verhindern!

SPD-Landesvorsitzender Ralf Stegner und Cornelius Samtleben, Landesvorsitzender der Jusos Schleswig-Holstein, zu den Kundgebungen gegen den Nazi-Aufmarsch heute in Lübeck

SPD-Landesvorsitzender Ralf Stegner und Cornelius Samtleben, Landesvorsitzender der Jusos Schleswig-Holstein, zu den Kundgebungen gegen den Nazi-Aufmarsch heute in Lübeck

Die SPD und die Jusos in Schleswig-Holstein unterstützen die „Lübecker Erklärung“ und das Bündnis „Wir können sie stoppen“. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr viele Bürgerinnen und Bürger, Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Vereine und Verbände ein breites Bündnis schmieden konnten.

Wir demonstrieren an der Seite vieler Bürgerinnen und Bürger aus Lübeck und dem ganzen Land friedlich gegen den jährlichen Nazi-Aufmarsch. Wir wissen: Nur gemeinsam schaffen wir es die Nazis zu stoppen! Wie in den vergangenen Jahren werden wir fröhlich und lebendig, andächtig und gewaltfrei Menschenverachtung, Hass und Rassismus eine klare Absage erteilen.

Für uns Sozialdemokraten steht seit fast 150 Jahren fest: In unserer Gesellschaft ist kein Platz für rechtsextreme Ideologie. Rechtsextremismus ist organisierte Menschenfeindlichkeit. Den Kampf gegen Rechtsextremismus führen wir entschlossen auf allen Ebenen. Wir lassen es nicht zu, dass Kriegsleiden und Gedenktage – wie der Jahrestag der Bombardierung Lübecks durch die Alliierten – für Geschichtsverdrehung und Verharmlosung der Nazi-Verbrechen missbraucht werden.

Unsere Demokratie ist wehrhaft und wir halten Stand im Kampf gegen neue und alte Nazis. Am Samstag werden wir ein klares Zeichen setzen, dass es eine breite Mehrheit in der Bevölkerung gibt, die weder deren Ideologie noch die Nutzung des öffentlichen Raumes durch die Nazis unwidersprochen lässt.

Wir wünschen uns einen friedlichen Ablauf der Demonstrationen und rufen alle Beteiligten zu einem besonnenen Vorgehen auf. Als Sozialdemokraten wissen wir, dass es die Aufgabe der Polizei ist, das Recht zu schützen und nicht die Rechten. Die schwierige Lage der Polizistinnen und Polizisten ist uns bewusst. Es ist eine Selbstverständlichkeit für Demokratinnen und Demokraten, dass Aktionen und Demonstrationen gewaltfrei und im Rahmen der Gesetze stattfinden. Wir vertrauen daher darauf, dass es ein großes gemeinsames Interesse gibt, Gewalt und Übergriffe jeglicher Art zu verhindern.


Ein eigener SPD-Demonstrationszug startet um 10:00 Uhr am Schuppen 6 (Drehbrücke). Von dort geht es zur Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz.

Die Rede des SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner bei der Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz ist für 12:50 Uhr vorgesehen. Der Juso -Landesvorsitzende Cornelius Samtleben spricht um 14:45 Uhr .