Selbstbewusste Umweltpolitik braucht keine Atomkraft

Zu den Ergebnissen der Tagung der umweltpolitischen Sprecher der CDU/CSU sagt die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sandra Redmann:

Zu den Ergebnissen der Tagung der umweltpolitischen Sprecher der CDU/CSU sagt die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sandra Redmann:

Wer zwei Tage nach der Menschenkette gegen Atomkraftwerke unter dem Deckmantel der Bezahlbarkeit die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke begrüßt, muss wohl Scheuklappen tragen. Dass dies die Sprecher der CDU/CSU-Fraktionen – Frauen waren wohl nicht dabei – trotzdem tun und die Einnahmen aus der Laufzeitverlängerung für den Ausbau der erneuerbaren Energien einfordern, ist geradezu absurd. Gerade die Verbände der erneuerbaren Energien sprechen sich deutlich gegen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke aus, da sie Investitionen in erneuerbare Energien verhindern und die ohnehin überforderten Netze zusätzlich belasten.

Das von der Tagung ausgehende Lob für das Bundesnaturschutzgesetz teilen wir. Das Bundesnaturschutzgesetz ist noch unter einem SPD-Umweltminister entworfen worden, Pate stand hier das lange Zeit in Schleswig-Holstein vorbildliche Landesnaturschutzgesetz. Schade, dass die CDU bei der Novelle des Landesnaturschutzgesetzes Anfang des Jahres nicht den Mut hatte, wichtige Standards des Bundesnaturschutzgesetzes, wie das Vorkaufsrecht für den Naturschutz, zu übernehmen. Selbstbewusste Umweltpolitik sieht anders aus – und setzt nicht auf die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken.