Albig verspricht Koalition des Dialogs

Eine neue Qualität des Dialogs versprach Torsten Albig heute den Gewerkschaften auf dem Arbeitnehmerempfang der SPD in Kiel. „Politik muss wieder zuhören“, sagte der Ministerpräsidentenkandidat der SPD für die Landtagswahl 2012.

Eine neue Qualität des Dialogs versprach Torsten Albig heute den Gewerkschaften auf dem Arbeitnehmerempfang der SPD in Kiel. „Politik muss wieder zuhören“, sagte der Ministerpräsidentenkandidat der SPD für die Landtagswahl 2012.

In einsamen Hinterzimmern mit einer sog.
Haushaltsstrukturkommission Sparprogramme im dreistelligen Millionenbereich aufzustellen, sei töricht und zum Scheitern verurteilt. Albig sagte zu, die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsfindungen über wichtige Zukunftsfragen des Landes künftig einzubinden. „Und damit fangen wir bereits bei der Erarbeitung unseres Regierungsprogramms an.“

Mit Zukunftsgesprächen in allen Regionen des Landes und einem Bürgerparteitag werde in den Sommermonaten gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern am Regierungsprogramm der SPD gearbeitet.

Als wichtigen Partner einer SPD-geführten Landesregierung bezeichnete Albig die Gewerkschaften. Sozialdemokratie und Gewerkschaften hätten nicht nur gemeinsame Wurzeln, sie vereine auch ein gemeinsames Ziel: Arbeit zu schaffen, von der man leben kann. Eine „Geiz ist geil“-Mentalität der Konsumenten passe hierzu ebenso wenig wie die Erwartungshaltung von Arbeitgebern, dass der Staat ihre Dumpinglöhne mit Steuergeldern aufstockt.

Derzeit werden Arbeitgeber mit jährlich 50 – 60 Milliarden Euro solcher Aufstockungsleistungen subventioniert. Der von den Gewerkschaften eingeforderte Mindestlohn sei daher zwingend notwendig und längst überfällig, sagte Albig vor den über 60 Gästen aus Betriebs- und Personalräten sowie Gewerkschaften.

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