So viele Frauen wie noch nie: Erfolg für „Reißverschluss“ und konsequente Vernetzung

Mit ihrer Liste zur Landtagswahl, die am 4. Februar auf dem Parteitag in Lübeck verab­schiedet wurde, hat die schleswig-holsteinische SPD ein bislang einmaliges Kunststück fertig bekommen. Alle Direktkandidaturen wurden im strikten Reißverschlussverfahren abwechselnd von Männern und Frauen besetzt; überdies war die Geschlechterquote (mindestens 40%, was in der Realität die Frauen betrifft) bereits bis Platz 35 mehr als erfüllt. Dieses Novum ist den verstärkten Anstrengungen vieler SPD-Kreisverbände zu verdanken, qualifizierte Frauen als Kandidatinnen zu gewinnen – sogar vor dem Hinter­grund, dass die Gesamtzahl der Wahlbezirke zur Landtagswahl im Mai drastisch ver­ringert wurde! Aber auch die jüngsten Beschlüsse der Partei, von der Quotierung zur Parität zwischen Frauen und Männern fortzuschreiten und den „Reißverschluss“ in der Satzung zu verankern, spielten hier deutlich eine Rolle.

Mit ihrer Liste zur Landtagswahl, die am 4. Februar auf dem Parteitag in Lübeck verab­schiedet wurde, hat die schleswig-holsteinische SPD ein bislang einmaliges Kunststück fertig bekommen. Alle Direktkandidaturen wurden im strikten Reißverschlussverfahren abwechselnd von Männern und Frauen besetzt; überdies war die Geschlechterquote (mindestens 40%, was in der Realität die Frauen betrifft) bereits bis Platz 35 mehr als erfüllt. Dieses Novum ist den verstärkten Anstrengungen vieler SPD-Kreisverbände zu verdanken, qualifizierte Frauen als Kandidatinnen zu gewinnen – sogar vor dem Hinter­grund, dass die Gesamtzahl der Wahlbezirke zur Landtagswahl im Mai drastisch ver­ringert wurde! Aber auch die jüngsten Beschlüsse der Partei, von der Quotierung zur Parität zwischen Frauen und Männern fortzuschreiten und den „Reißverschluss“ in der Satzung zu verankern, spielten hier deutlich eine Rolle.

„Es ist müßig zu ergründen, welcher Faktor der ausschlaggebende war“, so die Vorsit­zende der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen), Cornelia Östreich. „Zunächst einmal freuen wir uns über das tolle Ergebnis für die Kandidatinnen und die wichtigen Kontakte in die neue Landtagsfraktion.“ Denn durchweg hatten die Frauen zuvor die Unterstützung der AG nachgesucht und Zusammenarbeit für die Zukunft angeboten. „Dies wird dringend notwendig sein, weil leider nicht alle gleichstellungs­poli­tischen Forderungen in Liste und Wahlprogramm erfüllt worden sind“, halten Östreich und ihre Stellvertreterin Bärbel Juister fest. So „klemmte“ der Reißverschluss ab Listen­platz 28, obwohl nochmals über ein Dutzend Bewerberinnen ohne Wahlkreis zur Verfügung standen. Und auch auf ein Verfahren, von parteiinterner Parität zur Gleich­stellung im Wahlgesetz zu kommen, mochte sich die Landes-SPD gestern noch nicht festlegen. „Trotzdem – die neue Liste, mit so vielen engagierten Frauen auf Augenhöhe mit den männlichen Kandidaten, ist schon einmal ein großer Schritt voran und eine klare Botschaft für die Landtagswahl“, meinen die Sozialdemokratinnen.

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