Zwischen schweigender Mehrheit und Wutbürger

Die Glaubwürdigkeit der Politik, vor allem der Parteien und ihrer Repräsentanten ist im freien Fall. In den vergangenen Jahren ist das Vertrauen der Menschen auch gegenüber anderen gesellschaftlichen Institutionen dramatisch zusammengebrochen: das gilt besonders für die Banken und Finanzinstitute, für die Strom- und Energiekonzerne, für die Kirchen, für die Nahrungsmittelwirtschaft.

Die Glaubwürdigkeit der Politik, vor allem der Parteien und ihrer Repräsentanten ist im freien Fall. In den vergangenen Jahren ist das Vertrauen der Menschen auch gegenüber anderen gesellschaftlichen Institutionen dramatisch zusammengebrochen: das gilt besonders für die Banken und Finanzinstitute, für die Strom- und Energiekonzerne, für die Kirchen, für die Nahrungsmittelwirtschaft.

Hierfür stehen nicht nur die Debatte um den Bundespräsidenten, Stuttgart 21 und die Eurokrise. SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig betonte bei einer gemeinsamen Veranstaltung des SPD-Landesverbandes mit dem Arbeitskreis „SPD & Kirchen“ im Kieler Kulturforum: Werte müssten in unserer Gesellschaft – und damit gerade auch in der Politik – eine herausgehobene Bedeutung einnehmen.

Doch welches sind die Werte, die in unsere Gesellschaft prägen oder prägen sollten? Was verbindet uns in einem weltoffenen Schleswig-Holstein? Darüber diskutierte Torsten Albig am vergangenen Samstag unter der Moderation des Landtagsabgeordneten Rolf Fischer mit Prof. Dr. Roswitha Pioch (Fachhochschule Kiel, Propst Thomas Lienau-Becker, dem Künstler Bernhard Schwichtenberg und Özlem Ünsal, Vorsitzende Forum für Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel.

Torsten Albig betonte, wie wichtig es sei, dass nicht nur die Politik Verantwortung trage, sondern auch die gesamte Gesellschaft, alle einzelnen Bürgerinnen und Bürger. Als Beispiel nannte er die Energiewende. Für deren Gelingen müssten sich alle ihrer Verantwortung stellen. Eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung könne nicht sichergestellt werden, wenn alle im Grundsatz Windkraft fordern, im Detail die Umsetzung jedoch verhindern wollten. Es gehe darum, gemeinsam im Dialog die bestmögliche Lösung für die anstehenden Herausforderungen zu finden.