SPD-Abgeordnete aus Schleswig-Holstein unterstützen Gesetzentwurf zur Organspende

Zwei Drittel der Deutschen sind nach eigenen Aussagen zu einer Organspende bereit, aber nur ein Viertel haben ihre Spendenbereitschaft tatsächlich auf einem Organspendeausweis verbindlich dokumentiert. Diese Lücke soll jetzt eine neue Regelung zur Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz schließen helfen, die der Deutsche Bundestag heute in erster Lesung beraten hat. Alle sechs schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten haben den von Frank-Walter Steinmeier und Volker Kauder initiierten überfraktionellen Antrag (Drucksache 17/9030) unterzeichnet.

Zwei Drittel der Deutschen sind nach eigenen Aussagen zu einer Organspende bereit, aber nur ein Viertel haben ihre Spendenbereitschaft tatsächlich auf einem Organspendeausweis verbindlich dokumentiert. Diese Lücke soll jetzt eine neue Regelung zur Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz schließen helfen, die der Deutsche Bundestag heute in erster Lesung beraten hat. Alle sechs schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten haben den von Frank-Walter Steinmeier und Volker Kauder initiierten überfraktionellen Antrag (Drucksache 17/9030) unterzeichnet.

Die Regelung sieht vor, dass die privaten und gesetzlichen Krankenkassen regelmäßig ihre Mitglieder nach ihrer Haltung zur Organspende befragen. Die erste Befragung soll bereits in diesem Jahr erfolgen. „Auf diese Weise werden die Menschen angeregt, sich mit diesem sensiblen Thema zu befassen und selbst eine Entscheidung für sich zu treffen. Wer seine Spendebereitschaft oder auch –ablehnung nicht zu Lebzeiten erklärt, bürdet seinen Angehörigen in der Extremsituation des Todesfalls diese schwierige Entscheidung auf“, gibt der Sprecher der schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten, Ernst Dieter Rossmann zu bedenken.

Der Gesetzentwurf wird jetzt in den zuständigen Ausschüssen beraten und soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause in zweiter und dritter Lesung vom Bundestag verabschiedet werden.

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SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte in der heutigen Debatte zur Neuregelung der Transplantionsgesetzes: „Es geht um Verantwortung! Um Verantwortung, die wir übernehmen für Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Aus Verantwortung entsteht keine Pflicht zur Spendebereitschaft. Aber doch die Erwartung, sich zu entscheiden. Organspende ist eine Frage der Mitmenschlichkeit! Und die hat Politik möglich zu machen, Hürden abzubauen, wo sie bestehen.“ Außerdem forderte Steinmeier eine offene Debatte über das Thema Organspende ein, die auch in den Schulen geführt werden müsse. Nach Initiativen des SPD-Fraktionschefs einem Jahr intensiver Verhandlungen haben sich alle Fraktionen im Deutschen Bundestag auf eine Neuregelung des Transplantationsgesetzes geeinigt. Ziel ist es, mehr Organspender zu gewinnen.