Prof. Wara Wende: Exzellenz an der Spitze des neuen Bildungs- und Wissenschaftsministeriums

Der Kandidat der SPD für das Amt des Ministerpräsidenten, Torsten Albig, hat heute die Präsidentin der Universität Flensburg, Frau Prof. Dr. Waltraud 'Wara' Wende, als zukünftige Ministerin für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein vorgestellt.

Der Kandidat der SPD für das Amt des Ministerpräsidenten, Torsten Albig, hat heute die Präsidentin der Universität Flensburg, Frau Prof. Dr. Waltraud ‚Wara‘ Wende, als zukünftige Ministerin für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein vorgestellt.

„Frau Prof. Wende wird eine kluge, orientierungs- und führungsstarke Bildungs- und Wissenschaftsministerin sein“, so Albig. „Ich freue mich sehr, dass sie gemeinsam mit mir an dem Ziel arbeiten wird, Schleswig-Holstein zum Bildungsland Nr. 1 zu machen. Unser Land ist klar zur Bildungs-Wende!“

Nach Aussage Albigs hat ihn das Auftreten und die Vita der 54-jährigen Wissenschaftlerin begeistert: „Sie entspricht dem Bild einer Bildungs- und Wissenschaftsministerin, wie ich sie mir für unser Land wünsche. Frau Wende zeichnet sich nicht nur durch eine exzellente akademische Karriere aus. Sie hat darüber hinaus bewiesen, dass mit Kreativität, Engagement und lösungsorientiertem Arbeiten Neues und Gutes geschaffen werden kann. Ihre Weltoffenheit, die sich nicht zuletzt durch ihre langjährige Auslandserfahrung entwickelt hat, passt in unser Land zwischen den Meeren und zu der ihr bevorstehenden Aufgabe. ‚Über den Tellerrand schauen’ und gemeinsame neue Lösungen ­– das wird unser Anspruch sein.“

Die Schullandschaft vor allem qualitativ weiter zu entwickeln, Schule in all ihren Formen zu stärken und gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern kreativ voran zu bringen, das sind aus Sicht Albigs zentrale Aufgaben seiner zukünftigen Ministerin: „Unsere Schulen bekommen eine verlässliche Partnerin, eine Ministerin des ‚Wollens’ und nicht des ‚Verhinderns’. Eine Frau, die ihre Rolle nicht aus dem Status ihres Amtes, sondern aus den gemeinsamen Erfolgen heraus definiert“, so der SPD-Spitzenkandidat. Bildung in Schleswig-Holstein über die gesamte Bandbreite zu stärken sei das Ziel der neuen Landesregierung.

Die Hochschulen im ganzen Land werden endlich eine Ministerin haben, die weiß, welche Bedeutung exzellente Hochschulen für eine Zukunft in unserem Land haben. In Lübeck, Kiel und Flensburg genauso wie in Heide, Wedel oder Altenholz. Universitäten genauso wie Fachhochschulen, Musik- oder Kunsthochschule. „Exzellenz in Forschung und in Lehre – das ist unser gemeinsames Ziel“, so Albig, „und Wara Wende wird Kurs auf dieses Ziel nehmen.“

Torsten Albig hob besondere Stationen aus der Vita Wendes hervor, so zum Beispiel das Studium an der Universität-Gesamthochschule Siegen, die Auslandserfahrung durch die Besetzung eines Lehrstuhls an einer sehr traditionsreichen Exzellenzuniversität im holländischen Groningen oder die Mitgliedschaft im Kuratorium der Volkswagen-Stiftung, in welches sie als Wissenschaftlerin berufen wurde. Die überzeugende Wahl Wendes zur Präsidentin der Universität Flensburg im Mai 2010, es war nur ein Wahlgang nötig, nannte Albig „einen Glücksfall für die Universität, die Stadt Flensburg und unser Land“.

„Frau Prof. Wende ist es schnell gelungen, der Universität Flensburg ein eigenes Gesicht zu geben. In dieser Zeit konnte sie – gemeinsam mit Dozenten, Studierenden und regionaler Wirtschaft – die Kürzungsversuche der Landesregierung bei den Wirtschaftswissenschaften erfolgreich abwenden. Erst kürzlich hat sie nun auch einen Weg gefunden, um Fachhochschullehrerinnen und -lehrern das Promotionsrecht zu geben. Und was mir besonders wichtig ist: Sie hat ein Konzept für die zukünftige Lehrerausbildung für die neuen Schulformen entwickelt, das sogar die Kritiker der Uni Flensburg und der Gemeinschaftsschulen überzeugen konnte. Auch an dieser Stelle wollen wir gemeinsam weiterarbeiten,“ so Albig.

Wara Wende freut sich auf die Zusammenarbeit mit Torsten Albig, an dem sie vor allem dessen Dialogstärke, das Zuhörenkönnen und die Nachdenklichkeit, die Sachorientierung und den Gestaltungswillen bewundert. Sie betont aber auch, dass sie es sich nicht leicht gemacht habe, ihm ihre Bereitschaft zur Mitarbeit zuzusichern: „Ich bin sehr gerne Präsidentin der Flensburger Universität. Und ich glaube, dass ich der Universität in den vergangenen sehr schwierigen Monaten geholfen habe, ‚ihren‘ ganz eigenen Weg zu finden. Nun aber könnte die Zeit tatsächlich reif dafür sein, mehr Verantwortung im Land Schleswig-Holstein zu übernehmen. Ein Land, das ich in der kurzen Zeit, die ich hier lebe, lieben gelernt habe. Außerdem macht es aus meiner Sicht wenig Sinn, einerseits die fehlende Sachlogik und fehlende Transparenz politischer Entscheidungen zu kritisieren, andererseits aber vor Mitverantwortung zurückzuschrecken, wenn sie einem angeboten wird.“

Die Präsidentin der Universität Flensburg ist der festen Überzeugung, dass die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft von der Qualität unserer Bildungsangebote abhängt: „Es muss uns gelingen, junge Menschen so zu qualifizieren, dass sie in der Lage sind, die Dinge der Welt in Zusammenhängen zu sehen. In Bildungsprozessen geht es um Wahrnehmungssensibilität, Differenzierungsvermögen, Reflexionsfähigkeiten, aber auch um soziale Kompetenzen, die Fähigkeit zur Empathie und die Vermittlung von gesellschaftlicher Verantwortungsbereitschaft.“ Für die Realisierung dieser Ziele brauchen wir, so Wende, „eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Bildungsangebote: dazu gehören mustergültige Kita-Plätze, gute staatliche aber auch konfessionelle Grundschulen, exzellente Gemeinschaftsschulen, die bis zu Klasse 13 gehen, genauso wie erstklassige Gymnasien, und dazu gehören Musik- und Kunsthochschulen genauso wie Fachhochschulen und Universitäten. Die Pluralität unserer Bildungsangebote bedeutet Wahlfreiheit, und genau diese Wahlfreiheit ist es, durch die unser Land zu einem Bildungsland wird.“