Investitionen in den Kinderschutz lohnen sich!

Die kinderpolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion, Gitta Trauernicht, begrüßt die geplanten Aktivitäten zu einem verbesserten Kinderschutz in Schleswig-Holstein.

Die kinderpolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion, Gitta Trauernicht, begrüßt die geplanten Aktivitäten zu einem verbesserten Kinderschutz in Schleswig-Holstein.

,,Endlich geht es weiter in der Entwicklung der mit dem Landeskinderschutzgesetz gelegten Strukturen für den Schutz und die frühe Förderung von Kindern. Es ist sehr erfreulich, dass mit den neuen Mitteln aus der Bundesinitiative zur Förderung früher Hilfen durch Familienhebammen etc. die Hilfsstrukturen für werdende und junge Familien deutlich ausgebaut und weiterentwickelt werden können. Mit der Unterschrift unter die dazugehörige Verwaltungsvereinbarung hat Sozialministerin Kristin Alheit den Weg für die Kommunen geebnet. Mit jährlich zwischen 1,2 und1,4 Mio. Euro können die Angebote in Schleswig-Holstein weiterentwickelt und neue Angebote entstehen“, sagte Gitta Trauernicht.

Jetzt gelte es schnell die erforderlichen Absprachen mit den Kommunen und den Fachverbänden sowie dem Kinderschutzbund zu treffen.

Damit betritt Schleswig-Holstein kein Neuland. Es wird vielmehr wieder an die früheren sozialdemokratisch initiierten Strukturen in Schleswig-Holstein angeknüpft. Schleswig-Holstein war das erste Bundesland, das ein Kinderschutzgesetz auf den Weg gebracht hat. Es umfasst das gesamte System aus Prävention, frühen Hilfen für Familien, einem verbindlichen Einladungswesen zu den Früherkennungsuntersuchungen sowie Interventionsmaßnahmen.

Dieses ab 2008 geltende Gesetz bildete die Grundlage, um gerade die für junge Familien so wichtigen Hilfsangebote von der Schwangerschaft bis zu den ersten Kinderjahren deutlich auszubauen. Ca. 500 000 Euro hatte das Land damals in einem ersten Schritt für diese Angebote zur Verfügung gestellt. Damit wurde u.a. das Landesprogramm Schutzengel finanziert.

Statt eines weiteren Ausbaus hatte die schwarz-gelbe Landesregierung schmerzliche Einschnitte in das Programm vorgenommen und die Aktivitäten im Kinderschutz sträflich minimiert.

,,Nicht einmal der mit dem Landeskinderschutzgesetz verankerten Pflicht zur Berichterstattung über den Kinderschutz in jeder Legislaturperiode war die schwarz-gelbe Landesregierung nachgekommen,“ kritisiert Gitta Trauernicht. Mit der neuen Landesregierung wird der Kinderschutz wieder eine herausragende Rolle einnehmen, zeigt sie sich sicher.