Mit Sorgfalt und Genauigkeit statt mit Aktionismus in einen guten Start zu Beginn des Schuljahres 2012/2013

Zur Landespressekonferenz der Bildungs- und Wissenschaftsministerin Wara Wende zum Schuljahresauftakt erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel:

Zur Landespressekonferenz der Bildungs- und Wissenschaftsministerin Wara Wende zum Schuljahresauftakt erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel:

In der Landespressekonferenz wurde heute durch die Bildungs- und Wissenschaftsministerin Wara Wende herausgestellt, dass im laufenden Schuljahr 2012/2013 300 Lehrerstellen an die Schulen zurückgegeben werden, die die vorhergehende schwarz-gelbe Landesregierung gestrichen hatte. Dieser Schritt ist eine gute Nachricht zum Beginn des neuen Schuljahres.

Mit diesen 300 Lehrerstellen wird die Qualität des Unterrichtes verbessert. 180 dieser Stellen werden an die Gemeinschaftsschulen gehen. Den Gemeinschaftsschulen sind von der schwarz- gelben Landesregierung jeweils 3 Differenzierungsstunden gekürzt worden. Die neue Landesregierung erhöht die Zahl der Differenzierungsstunden um zwei auf fünf pro Klasse. Der Weg, den der Koalitionsvertrag vorsieht, wird von uns Stück um Stück umgesetzt. Die 120 verbleibenden Stellen können dazu genutzt werden, damit der Unterrichtsausfall verringert wird oder die Unterrichtsqualität durch z. B. kleiner Klassen verbessert wird.

Das Prinzip des Ministeriums hier Sorgfalt und Genauigkeit vor Aktionismus und Populismus zu stellen begrüßt der Landtagsabgeordnete sehr. Da die Schulen bereits ihren Lehrereinsatz und die Stundenplanungen innerhalb der Sommerferien durchgeführt haben, hätten die zusätzlichen Lehrkräfte an den Schulen häufig nicht optimal eingesetzt werden können. Zum Halbjahreswechsel werden die zusätzlichen Lehrkräfte ihren Dienst an den Schulen antreten können. Da an fast allen Schulen dann ein Stundeplanwechsel stattfindet, können die Lehrkräfte optimal in den Schulen eingesetzt werden.

Der Lehrerberuf findet durch die neue Bildungsministerin wieder deutlich mehr Wertschätzung.

Als ehemaliger Lehrer unterstütze ich das. Lehrkräfte, die mit befristeten Stellen wie Leiharbeiter tätig sind, haben es verdient für ihre gute Arbeit sofort gut bezahlt zu werden. Es soll erreicht werden, dass frisch ausgebildete Lehrkräfte schnellstmöglich eine feste Anstellung in Schleswig- Holstein erhalten und nicht wie bisher das Bundesland wechseln. Die Landesregierung hat erkannt, dass zu viele gute Lehrkräfte Schleswig-Holstein verlassen, wenn ihnen nicht schnell eine berufliche Perspektive geboten wird. Hier will das Ministerium Abhilfe schaffen und deutlich schneller feste Beschäftigungsverhältnisse vergeben.

Dieser Weg der Offenheit und Ehrlichkeit ist Kennzeichen des neuen Stils der Bildungs- und Wissenschaftsministerin.

Da, wo es Schwierigkeiten gibt, werden diese benannt und mit der Öffentlichkeit diskutiert.

Hierzu wird es am 8. September eine Bildungskonferenz geben, zu der Vertreter aus allen mit Bildung befassten Bereichen eingeladen werden. Dieses wird eine Auftaktveranstaltung sein, damit in einem breiten Dialog zwischen Betroffenen und Experten die Bildungspolitik in Schleswig-Holstein für die Zukunft gut gerüstet sein wird.

Wer der Landespressekonferenz nach 50 Tagen Amtszeit einen so umfassenden Bericht abgibt, verdient Anerkennung.