Der Blick allein auf den Arzneimittelzuschlag greift zu kurz

Zur Debatte um die wirtschaftliche Situation der Apotheken erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bernd Heinemann:

Zur Debatte um die wirtschaftliche Situation der Apotheken erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bernd Heinemann:

Bei der Debatte um die wirtschaftliche Situation der Apotheken darf der Arzneimittelzuschlag für verschreibungspflichtige Medikamente, der jetzt um 25 Cent auf 8,35 Euro angehoben werden soll, nicht isoliert betrachtet werden. Es gilt, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, z. B. die Preissteigerungen und die Zunahme der Warenmenge in den vergangenen Jahren, die Steigerung des Umsatzes mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten, den Wettbewerb unter den Apotheken, die Rolle der Versandapotheken. Der Blick allein auf die Gebühren für rezeptpflichtige Medikamente greift also viel zu kurz. Auf dem Markt gibt es nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner Apotheken, die einen enormen Umsatz (und Gewinn) machen. Auch diese erhalten den Arzneimittelzuschlag. Die Lösung darf nicht einfach auf die solidarische Krankenversicherung abgeschoben werden, denn wo sie anfüttert, füttert sie auch die ,,Satten“!

Wir stellen uns dem Dialog mit den Apotheken, wir wollen, dass sie die Bevölkerung fair und angemessen mit Arzneimitteln versorgen und auch möglichst persönlich beraten das ist gerade für ältere Menschen sehr wichtig , aber wir müssen genau hinsehen und keinesfalls alle über einen Kamm scheren.