CDU verprellt die eigenen Frauen – und verbaut die Zukunft!

Zu den aktuellen Streitthemen in der Regierungskoalition – eine feste Frauenquote für Aufsichtsräte und das Betreuungsgeld, auch „Herdprämie“ genannt – erklärt Cornelia Östreich, Vorsitzende der schleswig-holsteinischen Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF): „Frauen mit eigener Meinung und einem Blick für gesellschaftliche Notwendigkeiten haben es in der Union derzeit nicht leicht. Das sogenannte Betreuungsgeld wird zwar von vielen Seiten zu Recht als ‚Herd-‘ oder ‚Fernhalteprämie‘ kritisiert: als unnütze, ja schädliche Mehrausgabe des Staates, die nur dazu führen wird, junge Mütter aus dem Beruf und ihre Kinder aus gemeinschaftlicher Betreuung und früher Bildung herauszuhalten. Aber wer dies als CDU-Frau offen sagt und die eigene Partei vor einer schweren Fehlentscheidung bewahren will, bekommt ein gewaltiges Problem. Denn die CSU will partout die ‚Rolle rückwärts‘ in der Familienpolitik – und Kanzlerin Merkel anscheinend auch.

Zu den aktuellen Streitthemen in der Regierungskoalition – eine feste Frauenquote für Aufsichtsräte und das Betreuungsgeld, auch „Herdprämie“ genannt – erklärt Cornelia Östreich, Vorsitzende der schleswig-holsteinischen Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF): „Frauen mit eigener Meinung und einem Blick für gesellschaftliche Notwendigkeiten haben es in der Union derzeit nicht leicht. Das sogenannte Betreuungsgeld wird zwar von vielen Seiten zu Recht als ‚Herd-‘ oder ‚Fernhalteprämie‘ kritisiert: als unnütze, ja schädliche Mehrausgabe des Staates, die nur dazu führen wird, junge Mütter aus dem Beruf und ihre Kinder aus gemeinschaftlicher Betreuung und früher Bildung herauszuhalten. Aber wer dies als CDU-Frau offen sagt und die eigene Partei vor einer schweren Fehlentscheidung bewahren will, bekommt ein gewaltiges Problem. Denn die CSU will partout die ‚Rolle rückwärts‘ in der Familienpolitik – und Kanzlerin Merkel anscheinend auch.

Dasselbe Spiel bei der Frauenquote in der Wirtschaft: Trotz hinreichender Beweise, dass Gleichstellung nicht von allein kommt und ‚Selbstverpflichtungen‘ oder ‚Quote light‘ nicht funktionieren, sperren sich Kanzlerin und Ministerin Schröder einträchtig gegen eine feste Quote für die Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen. Dabei genießt eine solche Regelung zunehmende Unterstützung in der Gesellschaft, ja in weiten Teilen der Wirtschaft selbst! Unionsfrauen und auch –männer, die dieses wahrnehmen und umsetzen wollen, werden jedoch als ‚Abtrünnige‘ behandelt oder müssen sich sagen lassen, sie ließen sich ‚vor den Karren von Rot-Grün spannen‘.

Dabei zeigen die aktuellen Debatten ganz klar: Gleichstellung von Frauen und Männern und eine zeitgemäße Familienpolitik sind dringende gesamtgesellschaftliche Anliegen, deren Lösung von allen Bürgerinnen und Bürgern erwartet wird. Die Entwicklung anzuhalten, nur um einer Regionalpartei einen Gefallen zu tun, zeugt nicht von Weitsicht oder Verantwortungsgefühl gegenüber unserem Land! Zugleich tut es jeder Partei gut, auf die ‚unbequemen‘ Frauen in den eigenen Reihen zu hören. Denn ohne sie kommt Politik in keinem Fall voran.“

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