Nachhaltigkeit im Fokus des Tourismus

Gute Wachstumschancen für den Tourismus in Deutschland und Europa sieht die Lübecker Bundestagsabgeordnete und stellvertretende tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Gabriele Hiller-Ohm. Eine große Herausforderung dürfte ihrer Meinung nach allerdings die Nachhaltigkeit sein. Anlässlich des Welttourismustags am 27. September sagte sie: "467 Millionen Urlauber reisten weltweit im ersten Halbjahr 2012 ins Ausland. Das sind 5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit steuert der globale Tourismus nicht nur auf einen neuen Rekord zu, sondern dürfte am Ende des Jahres auch erstmals in der Geschichte die Grenze von 1 Milliarde internationalen Ankünften überschreiten. Tourismus ist einer der wenigen Wirtschaftsbereiche, die trotz der derzeitigen Unsicherheiten in der Wirtschaft ein starkes Wachstum verzeichnen."

Gute Wachstumschancen für den Tourismus in Deutschland und Europa sieht die Lübecker Bundestagsabgeordnete und stellvertretende tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Gabriele Hiller-Ohm. Eine große Herausforderung dürfte ihrer Meinung nach allerdings die Nachhaltigkeit sein. Anlässlich des Welttourismustags am 27. September sagte sie: „467 Millionen Urlauber reisten weltweit im ersten Halbjahr 2012 ins Ausland. Das sind 5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit steuert der globale Tourismus nicht nur auf einen neuen Rekord zu, sondern dürfte am Ende des Jahres auch erstmals in der Geschichte die Grenze von 1 Milliarde internationalen Ankünften überschreiten. Tourismus ist einer der wenigen Wirtschaftsbereiche, die trotz der derzeitigen Unsicherheiten in der Wirtschaft ein starkes Wachstum verzeichnen.“

„Europa ist die im Tourismus am stärksten frequentierte Destination der Welt. Allein in Deutschland wurden 229 Mio. Übernachtungen im ersten Halbjahr 2012 gezählt – 190 Mio. aus dem Inland und 39 Mio. aus dem Ausland,“ erklärte Gabriele Hiller-Ohm.

Und weiter: „Tourismus ist aber auch Verursacher ökologischer Belastungen durch Ressourcen- und Flächenverbrauch und verantwortlich für Treibhausgasemissionen und die Beeinträchtigung der Artenvielfalt. Die Urlaubsorte unseres Landes werden nur attraktiv bleiben, wenn sie sich in eine intakte Umwelt einpassen und Natur erlebbar bleibt. In den vergangenen Jahren hat sich ein Bewusstseinswandel bei touristischen Unternehmen und Gästen eingestellt. Nachhaltigkeit spielt zunehmend bei Investitionen der Unternehmen eine Rolle: Energieeinsparungen, Umweltschutzmaßnahmen und Effizienzsteigerungen sind die erklärten Ziele. Jeder dritte Gast ist sowohl bei Wochenendreisen, als auch bei Urlauben bereit, höhere Preise zu zahlen, wenn dafür mehr Nachhaltigkeit angeboten wird.

Nachhaltigkeit meint auch soziale Verantwortung wie den Schutz der Kinder vor sexueller Gewalt und Ausbeutung und die Einhaltung des UNWTO-Ethikkodex.

Der demografische Wandel macht sich im Tourismus immer stärker bemerkbar. Barrierefreie Angebote von der Buchung bis zur Abfahrt vom Urlaubsort – also in der gesamten touristischen Reisekette – werden immer mehr ein Qualitätsmerkmal für die Entscheidung von Reisenden.

In der deutschen Tourismusbranche sind 2,9 Mio. Arbeitskräfte beschäftigt, von denen ein Großteil in Teilzeit- und Minijobs beschäftigt ist. Gut qualifizierte Arbeitskräfte sind gerade zu einer Zeit, in der sich Fachkräftemangel auch in der Tourismusbranche mehr und mehr abzeichnet, ein unverzichtbarer und nachhaltiger Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Gäste in Hotellerie und Gastronomie erwarten Service und Qualität. Die Einführung eines Mindestlohnes und gute Tariflöhne im Hotel- und Gaststättengewerbe sind notwendig, um Beschäftigte zu halten und Fachkräfte zu gewinnen.“

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