„Kleine Genossenschaftsbanken als Rückgrat der lokalen Wirtschaft stärken!“

Rossmann (SPD) besucht Raiffeisenbank Seestermühe: Wirkt sich die Finanzmarktkrise auch auf die Aktivitäten einer kleinen Genossenschaftsbank aus? Und was sagen die Vertreter einer ländlichen Raiffeisenbank zum Banken-Regulierungskonzept von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück? Diesen Fragen ging der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann jetzt bei einem Besuch der Volks- und Raiffeisenbank Seestermühe nach.

Rossmann (SPD) besucht Raiffeisenbank Seestermühe: Wirkt sich die Finanzmarktkrise auch auf die Aktivitäten einer kleinen Genossenschaftsbank aus? Und was sagen die Vertreter einer ländlichen Raiffeisenbank zum Banken-Regulierungskonzept von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück? Diesen Fragen ging der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann jetzt bei einem Besuch der Volks- und Raiffeisenbank Seestermühe nach.

Die Vorstände Jens Hüllmann und Jan H. Reese ließen an der finanziellen Gesundheit der Seestermüher Bank keinen Zweifel aufkommen. Die Mitglieder hielten ihrer Raiffeisenbank Seestermühe auch in der Finanzkrise die Treue, die kleine Bank erfreue sich darüberhinaus auch bei Kunden aus dem Umland immer größerer Beliebtheit, betonte der Banker. Und: „Die Bank erfüllt auch die gesteigerten Anforderungen an die Eigenkapitalquote, die sich aus ‚Basel III‘ zukünftig ergeben werden“, betonte Hüllmann.

Sorgen hingegen bereiten den Seestermühern wie auch ihrem Kollegen Heinz Hüning, der als Bundessprecher der Interessengemeinschaft der kleineren und mittleren Genossenschaftsbanken aus dem münsterländischen Heiden zum Gespräch dazu gekommen war, der durch neue Regulierungsbemühungen ständig steigende admi-nistrative Aufwand. Beide Seiten forderten von der Politik, stärker zwischen international tätigen Großbanken und kleinen, regional tätigen Mittelstandsbanken zu differenzieren. Der Gesetzgeber und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sollten von Öffnungsklauseln für nationale Regeln häufiger Gebrauch machen, mahnten die Raiffeisen-Vertreter an. „Mit verschärften Regeln zur Anlagensicherung darf nicht gleichzeitig Strukturpolitik betrieben werden, um die kleineren Banken aus dem Markt zu drängen“, forderte Reese.

Dieser Gedanke traf auf volle Zustimmung des Bundes-tagsabgeordneten, der von den Raiffeisen-Bankern auch eine positive Rückmeldung über das kürzlich von Peer Steinbrück vorgelegte Konzept zur Regulierung der Finanzmärkte mit nach Berlin nehmen kann. „Die kleinen und mittleren Genossenschaftsbanken sind eine tragende Säule unseres Banken- und Wirtschaftssystems, die unbedingt erhalten und noch gestärkt werden muss!“, betonte Rossmann. Er versprach sich dafür einzusetzen, dass für die kleineren Banken, die ausschließlich lokal handeln, die Bankenaufsicht bei nationalen Gremien verbleibt und nicht auf die Ebene der Europäischen Union verlagert wird. Stattdessen solle Deutschland europaweit mit seinem Bankenmodell der drei Säulen aus Privatbanken, öffentlich-rechtlichen Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Europa werben, denn dieses Modell habe sich über Jahrzehnte bewährt. „Sparkassen und Genossenschaftsbank sind der Motor für die regionale Wirtschaft. Dieses Modell könnte auch anderen Ländern in der Krise helfen, Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung zu setzen!“, erklärte Rossmann.