Keine Gasförderung per Fracking im Kreis Segeberg

Für große Unruhe hat im Kreis Segeberg der beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover gestellte Antrag des kanadischen Unternehmens „PRD Energy GmbH“ geführt, vor Ort nach unkonventionellen Gasvorkommen zu suchen.

Für große Unruhe hat im Kreis Segeberg der beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover gestellte Antrag des kanadischen Unternehmens „PRD Energy GmbH“ geführt, vor Ort nach unkonventionellen Gasvorkommen zu suchen.

Um diese auszubeuten müsste die sogenannte „Fracking-Methode“ angewendet werden. Bei diesem wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und chemischen Additiven unter hohem hydraulischen Druck in den Untergrund gepresst, um tief liegende Gesteinsformationen aufzubrechen und das Gas herausströmen zu lassen.

„Die SPD-Bundestagsfraktion hat bereits Ende 2011 den Antrag „Leitlinien für Transparenz und Umweltverträglichkeit bei der Förderung von unkonventionellem Erdgas“ (Drucksache 17/7612) in den Deutschen Bundestag eingebracht. In diesem fordern wir die Bundesregierung auf, für diese Fördertechnik strenge Auflagen und weitgehende Beteiligungsmöglichkeiten der Bevölkerung umzusetzen“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes.

CDU/CSU und FDP lehnten den Antrag am 10. Mai 2012 mit der Begründung ab, dass zuerst ein vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenes Gutachten abgewartet werden müsse. „Seit Anfang September liegt dieses vor und die Bundesregierung handelt trotzdem nicht. Jetzt will sie das Thema weiter verschleppen, indem die Ergebnisse erst in Workshops diskutiert werden sollen“, erläutert Thönnes.

Die Empfehlungen der Wissenschaftler können den Regierungsfraktionen auch nicht gefallen, da diese unter anderem vorschlagen der Bundesratsinitiative des SPD-geführten Nordrhein-Westfalen zu folgen und eine bundesrechtliche Umweltverträglichkeitsprüfungs-Pflicht für Fracking-Vorhaben einzuführen.

Die SPD wird bei dem Thema weiter Druck machen und in Kürze erneut einen Antrag in den Deutschen Bundestag einbringen. Darin werden ein Moratorium, bis nicht umweltschädigende Fracking-Methoden ohne den Einsatz giftiger Chemikalien zur Verfügung stehen sowie eine deutlich erweiterte Beteiligung der betroffenen Kommunen gefordert. Deshalb gilt zunächst: Keine Gasförderung per Fracking im Kreis Segeberg.