Die Wurzeln des Rechtsextremismus liegen in der Mitte der Gesellschaft

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat heute in Berlin eine Studie zum Rechtsradkalismus im der deutschen Gesellschaft veröffentlich. Tobias von Pein, Sprecher gegen Rechtsextremismus der SPD-Landtagsfraktion, meint: "Rechtsextremes Denken ist kein Randproblem, sondern es entsteht in der Mitte der Gesellschaft. Wieder einmal beweist die Friedrich-Ebert-Stiftung anhand eindeutiger empirischer Befunde, dass rechtsextremes Denken in Deutschland in weiten Teilen der Gesellschaft verbreitet ist. Die heute vorgestellte Studie „Die Mitte im Umbruch“ zeigt die Verwurzelung antidemokratischer Einstellungen in Deutschland deutlich auf."

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat heute in Berlin eine Studie zum Rechtsradkalismus im der deutschen Gesellschaft veröffentlich. Tobias von Pein, Sprecher gegen Rechtsextremismus der SPD-Landtagsfraktion, meint: „Rechtsextremes Denken ist kein Randproblem, sondern es entsteht in der Mitte der Gesellschaft. Wieder einmal beweist die Friedrich-Ebert-Stiftung anhand eindeutiger empirischer Befunde, dass rechtsextremes Denken in Deutschland in weiten Teilen der Gesellschaft verbreitet ist. Die heute vorgestellte Studie „Die Mitte im Umbruch“ zeigt die Verwurzelung antidemokratischer Einstellungen in Deutschland deutlich auf.“

Im Vergleich zur letzten Erhebung 2010 zeigt die Studie, dass rechtsextreme Einstellungen in der bundesdeutschen Bevölkerung auf einem hohen Niveau bleiben. Während die „Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur“ seit 2010 bundesweit zurückgeht, zeigen die Forscher auf beeindruckende Weise, dass „Chauvinismus“ und „Ausländerfeindlichkeit“ flächendeckend zunehmen. Zudem zeigt die Studie, dass im Zuge der Eurokrise immer wieder nationale und nationalistische Klischees bedient werden. Dies bereite auch den Boden für nationalistische und chauvinistische Einstellungen.

Die Wurzeln von Rassismus und Rechtsextremismus liegen in der Mitte der Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, dass gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren mit aller Anstrengung gegen Alltagsrassismus und Vorurteile vorgegangen wird. Präventionsmaßnahmen gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein müssen ausgebaut und flächendeckende Beratungsangebote geschaffen werden. Deshalb werden wir 2013 zusätzliche Mittel in Höhe von 300.000 Euro zur Bekämpfung des Rechtsextremismus bereitstellen. Denn nur durch die Sensibilisierung der lokalen Akteure und eine Stärkung demokratischer Kultur können Rassismus und Rechtsextremismus nachhaltig bekämpft werden.

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