Rendsburg-Eckernförde diskutiert Zukunft der Mobilität

„Wie muss der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) Rendsburg-Eckernförde in der Zukunft gestaltet werden, damit er leistungsstark, kunden- und klimafreundlich und bezahlbar ist?“ Um darüber zu diskutieren, hatte der SPD-Kreisverband zu einem Fachgespräch ins Eckernförder Stadthallenrestaurant eingeladen. Kreisvorsitzender Sönke Rix erläuterte das Ziel der Veranstaltung: „Wir wollen unsere Vorstellungen zu einem Kreiswahlprogramm zur Kreistagswahl im Mai 2013 nicht nur in der SPD, sondern auch mit den Bürgerinnen und Bürgern und Verbänden und Organisationen diskutieren“

„Wie muss der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) Rendsburg-Eckernförde in der Zukunft gestaltet werden, damit er leistungsstark, kunden- und klimafreundlich und bezahlbar ist?“ Um darüber zu diskutieren, hatte der SPD-Kreisverband zu einem Fachgespräch ins Eckernförder Stadthallenrestaurant eingeladen. Kreisvorsitzender Sönke Rix erläuterte das Ziel der Veranstaltung: „Wir wollen unsere Vorstellungen zu einem Kreiswahlprogramm zur Kreistagswahl im Mai 2013 nicht nur in der SPD, sondern auch mit den Bürgerinnen und Bürgern und Verbänden und Organisationen diskutieren“

SPD-Kreisvorstandsmitglied Martin Tretbar-Endres aus Rendsburg stellte das Eckpunktepapier Mobilität der SPD Rendsburg-Eckernförde vor: Der Öffentliche Personennahverkehr stehe in der Zukunft vor dem Hintergrund des demographischen Wandels vor großen Herausforderungen. Er müsse sehr viel mehr als nur die Schülerbeförderung sicher stellen, nämlich auch für alle Bevölkerungsgruppen im ländlichen Raum ein attraktives Angebot und gute Qualität bieten. Dazu müssten intelligente Lösungen gefunden werden, beispielsweise Sammel- und Anrufbussysteme. Die Vernetzung zwischen Bus und Bahn aber auch zwischen Individualverkehr sowie Bus und Bahn müsse verbessert werden.

Bernhard Wewers, Geschäftsführer der Landesverkehrs-Service-Gesellschaft hob hervor, dass derzeit nur sieben Prozent der Mobilität mit Bussen und Bahnen erfolge. Gemeinsames Ziel müsse sein, diesen Anteil erheblich auszuweiten. Wie bei der Bahn müssten auch die Busverkehre im Kreis nach einem integrierten Taktverkehr fahren. Zu wenig berücksichtigt werde auch, das ein gutes ÖPNV-Angebot auch ein Standortfaktor für die Region sei. Auch die Stadt- und Regionalbahn werde das Verkehrsangebot des Kreises attraktiver machen, ergänzte Gerit van den Toren, stellv. Vorsitzender des Umwelt-, Verkehr und Bauausschuss des Kreises.

Die Ausgangsbedingungen hätten sich durch die Neuberechnung der Betriebskosten und das verstärkte Engagement der neuen Landesregierung deutlich verbessert. Wolfgang Krumat vom Allgemeinen deutschen Fahrradclub (ADFC) wies auf die Bedeutung des Fahrrads für die Mobilität hin. Hier sei noch viel zu tun, beispielsweise bei den Möglichkeiten, Fahrräder in Bahnen und Bussen zu transportieren. Er nannte als nachahmenswertes Beispiel die Insel Usedom, wo mit dem Erwerben eines ÖPNV-Tickets anschließend auch eine kostenlose Fahrradnutzung enthalten sei.

Das Thema Barrierefreiheit stellte der Sozialverbandsvertreter Schult in den Mittelpunkt: Trotz
gesetzlicher Vorschriften gebe es hier große Defizite beim Zugang zu den Verkehrsmitteln aber auch in der Lesbarkeit von Fahrplänen.

Martin Tretbar-Endres zog das Fazit der Diskussion, die von Martin Klimach-Dreger von der SPD Eckernförde moderiert wurde: „ Wir wollen mehr Menschen dazu bewegen vom Auto auf Bus und Bahn umzusteigen. Dazu muss es aber ein gutes Angebot mit hoher Qualität geben. Die SPD schlägt unter anderem einen kreisweiten ÖPNV-Beirat vor als Interessenvertretung und Ansprechpartner für alle Fragen des ÖPNV.“

Tretbar-Endres sicherte zu, dass die vielen Anregungen der Veranstaltung in die weiteren Diskussionen der SPD zum Kreis-Wahlprogramm einfließen werden.