Thönnes: Gute Arbeit darf nicht krank machen

„Humaner Arbeitsplatz – Humane Arbeitswelt“, so lautete der Titel der Betriebs- und Personalrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin am 28. November 2012, an der ca. 250 Gäste aus ganz Deutschland teilnahmen. Aus dem Kreis Segeberg waren auf Einladung des SPD-Abgeordneten Franz Thönnes die Betriebsratsvorsitzenden des DRK Kreisverbandes, Norbert Vahl und des Forschungszentrums Borstel, Heiko Käßner, dabei.

„Humaner Arbeitsplatz – Humane Arbeitswelt“, so lautete der Titel der Betriebs- und Personalrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin am 28. November 2012, an der ca. 250 Gäste aus ganz Deutschland teilnahmen. Aus dem Kreis Segeberg waren auf Einladung des SPD-Abgeordneten Franz Thönnes die Betriebsratsvorsitzenden des DRK Kreisverbandes, Norbert Vahl und des Forschungszentrums Borstel, Heiko Käßner, dabei.

„Hoch verdichtete Arbeitsabläufe führen immer häufiger zu psychischen Belastungen. Druck und Versagensängste haben in der Berufswelt zugenommen. Für uns Sozialdemokraten ist klar, dass das Arbeitsleben wieder menschlicher werden muss. Die Beschäftigten sind keine Roboter, die ständig Höchstleistungen bringen können. Arbeitskraft ist nicht nur ein Produktionsfaktor, dahinter steht immer ein Mensch“, erläutert der SPD-Politiker

Zusammen mit Frank-Walter Steinmeier, SPD-Fraktionsvorsitzender, Detlef Wetzel, zweiter Vorsitzender der IG Metall, Dr. Herbert Rische, Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund und weiteren Experten aus der Praxis, diskutierten die Teilnehmer welche Rahmenbedingungen die Politik für humane Arbeit schaffen kann und welche Handlungsspielräume Gewerkschaften und Betriebsräte haben oder benötigen, um die Interessen der Beschäftigten erfolgreich vertreten zu können.

„Bereits im letzten Jahr habe ich an der Konferenz teilgenommen und bin gerne wiedergekommen. Denn der Austausch ist wichtig um deutlich zu machen, welche gesetzlichen Regelungen wirken oder wo nachgebessert werden muss. Besonders gefreut hat mich, dass die Probleme beim Teilzeitbefristungsgesetz und der sachgrundlosen Befristung angesprochen wurden“, so Heiko Käßner. Und Norbert Vahl ergänzt: „Gerade in der Pflege wird 2020 jeder Zweite über 50 Jahre alt sein. Das werden wir nur mit altersgerechter Arbeit und einem funktionierenden Betrieblichen Eingliederungsmanagement gestalten können. Hierfür ist der Dialog mit der Politik unentbehrlich“.

„Wir glauben, dass Stress, Burn-Out und Erwerbsunfähigkeit oft vermeidbar sind. Flexible Übergänge in die Rente sind dabei genauso notwendig wie Arbeitsplätze mit dem Alter entsprechender, ergonomischer Ausstattung, damit auch Ältere länger im Beruf bleiben können und nicht als Kranke heraus gedrängt werden. Hierüber zu diskutieren lohnt sich und es ist gut, dass auch aus dem Kreis Segeberg Vertreter dabei sind“, so Thönnes abschließend.