„Wir wollen das Hochschulland Schleswig-Holstein stärken“

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Wende stellt auf der 1. Hochschulkonferenz in Kiel Leitlinien ihrer Hochschulpolitik vor: „Wir haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen das Hochschulland Schleswig-Holstein stärken“, sagte Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara´ Wende am 28. November bei der Eröffnung der ersten Hochschulkonferenz in Schleswig-Holstein, zu der sie eingeladen hatte. Bei der Vorstellung ihrer Leitlinien für die schleswig-holsteinische Hochschulpolitik vor Vertretern der Hochschul-Präsidien, der Studierenden, Gleichstellungsbeauftragten, Verbandsvertretern, hochschulpolitischen Sprechern der Parteien und vor den Vertretern weiterer mit Hochschul- und Wissenschaftspolitik befassten Institutionen betonte Wende in Kiel: „Wir reden nicht nur von Dialog, wie führen ihn auch.“ Denn der Dialog mache Betroffene zu Beteiligten.

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Wende stellt auf der 1. Hochschulkonferenz in Kiel Leitlinien ihrer Hochschulpolitik vor: „Wir haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen das Hochschulland Schleswig-Holstein stärken“, sagte Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara´ Wende am 28. November bei der Eröffnung der ersten Hochschulkonferenz in Schleswig-Holstein, zu der sie eingeladen hatte. Bei der Vorstellung ihrer Leitlinien für die schleswig-holsteinische Hochschulpolitik vor Vertretern der Hochschul-Präsidien, der Studierenden, Gleichstellungsbeauftragten, Verbandsvertretern, hochschulpolitischen Sprechern der Parteien und vor den Vertretern weiterer mit Hochschul- und Wissenschaftspolitik befassten Institutionen betonte Wende in Kiel: „Wir reden nicht nur von Dialog, wie führen ihn auch.“ Denn der Dialog mache Betroffene zu Beteiligten.

Es gehe darum, Forschung und Lehre zu verbessern, die Universitäten und Fachhochschulen im Land wettbewerbsfähig zu erhalten und den Studierenden gute Bildungsperspektiven zu bieten, erklärte die Ministerin. Auf diesem Weg gebe es mehrere Baustellen zu bearbeiten – „übrigens im wahrsten Sinne des Wortes: Der Sanierungsbedarf an Hochschulgebäuden in Schleswig-Holstein ist erheblich“. Vor diesem Hintergrund hätten die Regierungsfraktionen bereits die Weichen gestellt und einen Gesetzentwurf zur Errichtung eines Sondervermögens Hochschulsanierung „genau zum richtigen Zeitpunkt“ eingebracht, zudem habe die Landesregierung einen Maßnahmenkatalog zur Hochschulbau-Sanierung entwickelt.

Jenseits dieser „Baustellen“ lägen gewichtige inhaltliche Themen auf dem Tisch: So habe die „EU-Europa-2020-Strategie“ das Ziel formuliert, das Bildungsniveau grundsätzlich zu verbessern, Ingenieure und Computer-Experten seien rar, es gebe Engpässe beim naturwissenschaftlichen Nachwuchs – den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik); und bei der Studienanfängerquote liege Schleswig-Holstein mit 30 Prozent auf dem bundesweit letzten Platz. Zudem habe der demografische Wandel einen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Wissenschafts- und Forschungspolitik des Landes, sagte Wissenschaftsministerin Wende.

„Wir haben Nachholbedarf bei der Akademisierung, der Internationalisierung und im MINT-Bereich“, stellte die Ministerin fest und wies gleichzeitig darauf hin, dass die Kooperationen zwischen Universitäten und Fachhochschulen weiter entwickelt und die deutsch-dänischen Studiengänge und ihre grenzüberschreitende Bedeutung betont werden müssten. Zudem solle die Kooperation mit Wirtschaft, Gewerkschaften, Hochschulen, Wissenschafts-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen und der Technologietransfer kreativ weiter entwickelt und gestärkt werden.

Die Ministerin beschrieb die Leitlinien ihrer Politik und benannte dabei die Themen, die ihr besonders wichtig sind:

  • Das Verhältnis zwischen Universitäten und Fachhochschulen: Fachhochschulen seien im Konzert der akademischen Ausbildung gleichberechtigte Hochschulen: „Andersartig, aber gleichwertig“. Die Landesregierung wolle dem Rechnung tragen und die Rolle der Fachhochschulen weiter stärken, wobei anwendungsorientierte Forschung und Technologietransfer die besonderen Kennzeichen der Fachhochschulen seien.
    Zu fragen sei, ob das ausschließliche Promotionsrecht der Universitäten noch zeitgemäß sei. Im Übrigen müssten die bestehenden Ansätze zur Zusammenarbeit der Hochschulen ausgebaut und intensiviert werden, denn Kooperationen seien notwendig, um den steigenden interdisziplinären Anforderungen gerecht zu werden. Darüber hinaus habe sich die Landesregierung mit den drei Universitäten darauf geeinigt, dass man nicht mehr an einem gemeinsamen Hochschulrat für alle drei Universitäten festhalten wolle, stattdessen solle jede Universität einen eigenen Hochschulrat erhalten.
  • Schwerpunkte und Profilbildungen innerhalb der schleswig-holsteinischen Hochschullandschaft: Die Hochschulen in Schleswig-Holstein sollen bei der Ausprägung ihres jeweils individuellen Profils unterstützt werden. Gute Ansätze gebe es bereits; so schlage die Universität Flensburg den Weg zur Europa-Uni ein, erstmals würden zum Wintersemester 2013/2014 in 15 bis 18 Fächern englischsprachige Lehrveranstaltungen angeboten; und die Universität Lübeck werde auf dem eingeschlagenen Weg zur Stiftungsuniversität unterstützt.
    Darüber hinaus gebe es weitere gute Beispiele an den schleswig-holsteinischen Hochschulen für sehr erfolgreiche Profilbildungen; diese gelte es zu stärken und auszubauen. Ein Anliegen sei es zudem, das Thema Nachhaltigkeit in der schleswig-holsteinischen Bildungslandschaft zu implementieren, und zwar von der Schule bis hin zu den Hochschulen.
  • Verbesserung der Lehre: In den vergangenen Jahren hätten an den Hochschulen die Strukturfragen im Vordergrund gestanden. Mittlerweile seien 85 Prozent aller Studiengänge auf Bachelor und Master umgestellt. Nun sei es an der Zeit, sich stärker um die Lehre und deren Qualität zu kümmern. Dabei müsse es unter anderem gelingen, die Lehrer- und Lehrerinnenausbildungen an den Universitäten Kiel und Flensburg so aufzustellen, dass beide Universitäten ihre spezifischen Stärken in die Ausbildung einbringen können und es für beide Entwicklungsmöglichkeiten gebe. Darüber hinaus sei es zwingend erforderlich, das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) als gleichberechtigten Partner in die Lehrer- und Lehrerinnenausbildung einzubeziehen.
  • Mehr Professorinnen: Geschlechtergerechtigkeit an schleswig-holsteinischen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen sei eine zentrale Querschnittsaufgabe. Im Rahmen der Novellierung des Hochschulgesetzes strebe das Land eine Stärkung der Chancengleichheit an. Ziel sei es, den Frauenanteil auf Professuren signifikant zu erhöhen.