Die CDU, die Uni Flensburg und Jesus

Zur Presseerklärung des CDU-Abgeordneten Günther zu den Gesprächen zwischen Wissenschaftsministerin Wende und dem Flensburger Unipräsidenten Prof. Reinhart erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat: Ministerin Wende spricht mit allen Betroffenen, bevor sie Grundsatzentscheidungen trifft. Das ist genau der richtige Weg, an dem sich die Koalitionsfraktionen beteiligen werden, damit er zu einem tragfähigen Ergebnis bei der Neuordnung der Ausbildung unserer künftigen Lehrer führt.

Zur Presseerklärung des CDU-Abgeordneten Günther zu den Gesprächen zwischen Wissenschaftsministerin Wende und dem Flensburger Unipräsidenten Prof. Reinhart erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat: Ministerin Wende spricht mit allen Betroffenen, bevor sie Grundsatzentscheidungen trifft. Das ist genau der richtige Weg, an dem sich die Koalitionsfraktionen beteiligen werden, damit er zu einem tragfähigen Ergebnis bei der Neuordnung der Ausbildung unserer künftigen Lehrer führt.

Die CDU redet allenfalls mit denjenigen, die dieselbe Auffassung haben wie sie, und versucht, Lösungen zu verhindern. Noch vor dreißig Tagen hat sich Herr Günther heldenhaft an die Seite der Universität Flensburg gestellt, deren Existenz angeblich durch die Pläne von Ministerin Wende gefährdet sei. Nachdem jetzt aber beide Seiten ihre Standpunkte angenähert haben, erklärt die CDU gleich beide Seiten für unfähig, geeignete Lösungen zu finden.

Wenn Herr Günther gesehen hätte, wie Jesus über den See Genezareth wandelte, hätte er sich vermutlich über dessen mangelnde Schwimmkünste mokiert!

Uns zeigen demgegenüber die Gespräche: Dialog lohnt sich. Bereits im Juni 2012 hat die SPD formuliert: „Für die Grundschullehrerausbildung wird die Universität Flensburg zuständig sein, für die Sekundarstufen I und II beide lehrerbildenden Universitäten mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Mehr und frühere Praxisanteile werden dabei ebenso eine Rolle spielen wie die Binnendifferenzierung, die möglich ist, auch wenn alle Anhänger des Sortierens von Kindern dies bestreiten.“

Dabei bleiben wir und freuen uns, jetzt einen Schritt weiter zu sein. Unsere Ziele sind nach wie vor der bestmögliche Abschluss für alle Schülerinnen und Schüler, möglichst viele junge Menschen mit Abitur und die bestmögliche individuelle Förderung für alle Kinder.

Das sollten auch die Ziele für alle Lehrerinnen und Lehrer sein. Warum tun manche noch immer so, als müssten Lehrerinnen und Lehrer für zwei unterschiedliche Sorten Mensch ausgebildet werden?

Wir wollen starke Grundschulen. Starke Gemeinschaftsschulen. Starke Gymnasien. Starke berufliche Schulen. Und starke Lehrerinnen und Lehrer für alle!

Zur Person

Martin Habersaat ist seit 2009 Mitglied des Landtages. Dort ist er Mitglied im Bildungsausschuss, Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Hochschulpolitischer Sprecher.

Links